SG Selters - TuS Frickhofen 6:1 (2:0)

Es gibt im Fußballsport einfach Lieblingsgegner, und der ist für die SG Selters der TuS Frickhofen. Nach zwei Jahren Abstinenz in der Gruppenliga steht das Duell am Donnerstagabend wieder auf dem Programm. Die SGS bringt früh im Spiel alle Belege für den Kerbesieg auf ihre Seite und führt nach sechs Minuten mit 2:0, am Ende steht ein sagenhaftes 6:1 zu Buche. Gegen eine läuferisch und fußballerisch starke sowie zweikampfstarke SGS hat der TuS, vor allem mit dieser Defensive, nur wenig dagegenzusetzen. 

Die Zuschauer hatten sich wohl gerade erst mit Verpflegung eingedeckt, da führte die zum Spiel in Waldernbach unveränderte SGS-Startelf bereits mit 2:0. Yannik Walli eroberte nach einer Fehler in der Defensive der Frickhöfer den Ball, passte auf Justin Wolter, der den noch besser postierten Spielertrainer Benjamin Maurer sah und ablegte. Maurer schob den Ball ins leere Tor zur 1:0 Führung (5.). Eine Zeigerumdrehung später spielte Walli mit Luis da Conceicao einen starken Doppelpass auf der rechten Seite, in der Mitte traf Samuel Stähler den Ball nicht richtig, dieser landete vor den Füßen von Justin Wolter, der nur noch einschieben musste (6.). Der TuS Frickhofen kam mit dem Druck, den das Team von Stefan Rieth und Benjamin Maurer in der Offensive machte, überhaupt nicht zurecht, war immer wieder fehleranfällig und bekam bereits in der Anfangsphase den Spaß am Fußball genommen. Dennis Orentsis wollte den Start vergessen machen und zog aus 18 Meter ab, zielte aber zu hoch (15.), 120 Sekunden später verhinderte Niklas Muth den Anschlusstreffer mit einer guten Tat gegen den starken Schuss Mert Korkmaz'. Auf der anderen Seite wurde sein gegnerischer Kollege Artur Landeis Opfer des ständigen SGS-Pressings. Seine vogelwilden Ausflüge außerhalb des Sechszehners bestrafte Luis da Conceicao beinahe mit einer Direktabnehme, verfehlte aber das Objekt der Begierde (19.). Die Gäste versuchten nun des Öfteren Angriffe zu fahren, die Viererkette um Nils Toffeleit und Richard Müller und auch das Mittelfeld waren an diesem Abend jedoch höchst konzentriert und zweikampfstark. Nach vorne wurde es, je näher es an den Pausentee ging, aber verschwenderisch, Samuel Stähler nach Kopfballvorlage von Marvin Schmidt (25.) und da Conceicao nach Zuspiel Justin Wolters (26.) vergaben aus guter Position das 3:0, ehe der eingewechselte Veysel Altuntas aus 30 Metern einen Freistoß an die Latte schoss (34.) - Durchatmen bei den "Wassermännern". 

Zu Beginn des zweiten Durchgangs war der Tabellenzweite gewillt, die vergebenen Chancen aus Durchgang eins vergessen zu machen und das Spiel zu entscheiden. Luis da Conceicao nahm ein Zuspiel von Benjamin Maurer stark an, ließ einen Gegenspieler aussteigen und besorgte das 3:0 (50.). Nur drei Minuten später war es wieder Benjamin Maurer mit dem Assist, diesmal für SGS-Toptorjäger Yannik Walli, der nur einschieben musste - eines seiner leichteren Tore (53.). Ebenfalls nur einschieben musste der eingewechselte Marvin Annecke Petri, der von Yannik Walli von der rechten Seite bedient wurde (71.). Kurz davor verhinderte SGS-Keeper Niklas Muth mit einer überragenden Tat gegen Tom Brand den Gegentreffer (68.), welchen Abdullah Tekdas dann aber schoss - nicht mehr als nur ein Ehrentreffer (75.). Den alten Abstand und gleichzeitig den Endstand stellte Marvin Annecke Petri quasi im Gegenzug wieder her (76.). Die Führung für die SG Selters war auch in der Höhe verdient, alle - wenn auch nicht professionell aufgezeichneten - Statistiken waren blau-rot eingefärbt, der eingeschworenen Selterser "Haufen" machte einen brillanten Job. Abdullah Tekdas handelte sich wegen Meckerns noch eine Zeitstrafe ein, die jedoch nicht mehr ins Gewicht fiel (82.) und im SGS-Tor verhinderte Niklas Muth gegen Christian Gehdt den zweiten Gegentreffer (81.). 

Der gute Schiedsrichter, der die Partie komplett im Griff hatte, pfiff pünktlich nach 90 Minuten ab und besiegelte den Kerbesieg im kalten Oberselters. Die SGS-Akteure setzten alle Anforderungen ihrer Trainer um und ließen nicht nur das bittere Ende in Waldernbach vergessen, sondern auch einen kleinen Klassenunterschied gegenüber dem Lieblingsgegner durchblitzen, die auch in dieser Saison wieder oben mitspielen wollten - alles wie immer also.

Nach der viertägigen Feierei im Festzelt geht es kommenden Donnerstag beim FC Waldbrunn II weiter.

   

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