TuS Waldernbach – SG Selters 2:2 (0:1)

In einem unterhaltsamen und mindestens genauso wildem Spiel liegt die SG Selters kurz vor dem Ende mit 2:0 in Front, ehe zwei Standards dem Tabellenzweiten das Genick brechen. Der Punkteverlust ist am Ende vor allem deswegen ärgerlich, da sich offensiv genug Chancen offenbaren, die vom Saisonstart gewohnt Effektivität bleibt aber weiterhin aus. Am Ende ist das 2:2 gerecht, auch weil der TuS Waldernbach neben gut getretenen ruhigen Bällen auch zwei Mal am Querbalken scheitert.

Auf dem Waldernbacher Kunstrasen ist es der TuS, der die ersten Offensivaktionen hatte. Eugen Betke zog ab, der Schuss landete abgefälscht im Toraus (3). Kurz darauf war es Mario Erbach, der an Niklas Muth scheiterte (4.) und dann erneut Betke, der eine Ecke beinahe einnickte, Muth seine Farben jedoch rettete (9.). Die Zuschauer sahen einen umkämpfen Start im Westerwald, Waldernbach ging aggressiv zur Sache und versteckte sich keineswegs vor dem Gruppenliga-Absteiger. Nach zehn Minuten war dann auch die SG Selters offensiv aktiv, Benjamin Maurer zog in den Strafraum und schloss ab, Jan Philipp Beck im Tor des TuS klatschte den Ball nach neben weg, wo Justin Wolter auf Yannik Walli legte. Walli zog ab, wieder war Beck zur Stelle, der stark zur Ecke parierte. Auf der anderen Seite war es Cihan Yilmaz, der immer wieder den Ball forderte und in dieser Situation zu viel Platz hatte. Seine zu schwachen Abschlüsse zogen sich jedoch wie ein roter Faden durch sein Spiel, Niklas Muth verhinderte den Führungstreffer (12.). Selters verlagerte die Partie nun in die Hälfte der Gastgeber, Luis da Conceicaos gutes Dribbling landete mit einem Abschluss ganz knapp auf der falschen Seite des rechten Pfostens (18.). Zehn Zeigerumdrehungen später hieß es durchatmen auf Seiten der Selterser, als Adrian Jukovic per Kopf nur die Latte traf (28.). Für den ersten Treffer sorgte dann nach etwas mehr als einer halben Stunde Jan Pabst. Samuel Stähler schoss aus 20 Metern aufs Tor, Keeper Beck faustete den Ball weg, doch die „Wassermänner“ setzten mit geballter Power nach. Justin Wolter bediente Jan Pabst, der mit dem linken Fuß perfekt ins Eck traf – 0:1 (33.). Der TuS Waldernbach wollte den Rückschlag noch vor der Pause egalisieren, nach einem Fehler in der SGS-Defensive verfehlte Mario Erbach jedoch um Haaresbreite und es ging mit der knappen Führung in die Pause.
Auch im zweiten Durchgang blieb das Spiel hektisch, die führende SG Selters schaffte es nicht, das Spiel zu beruhigen, was aber auch am emsigen Widersacher lag. Luis da Conceicao versuchte es mit einem tollen Dribbling durchs Zentrum, Torhüter Jan Philipp Beck war gegen den Schuss mit der Spitze aber erneut zur Stelle (50.). Der TuS Waldernbach musste mittlerweile wohl vermuten, dass es mit dem Teufel zuging, denn wieder rettete die Latte den Tabellenzweiten; diesmal zielte Waldemar Berger zu hoch (53.). Doch auch die Gäste hatten offensiv kein Glück mit dem Aluminium: Marvin Schmidt setzte sich auf der linken Seite durch und zog ab, traf aber nur den Pfosten (78.). 60 Sekunden später bejubelte TuS-Kapitän Niklas Halle den Ausgleichstreffer, als sein Freistoß von der Mittellinie im Tor landete, aber nicht zählte, da der Freistoß indirekt war und keiner der restlichen Spieler auf dem Feld den Ball berührte. Die Schlussphase war nun an Hektik nicht mehr zu überbieten, beide Mittelfelds waren aufgelöst. Der eingewechselte Albert Schneidmüller vergab ein Riesenchance (83.), ehe der wiedergenesene Luca Jeck Philipp Freppon schickte, der eiskalt einnetzt und für die Vorentscheidung sorgte – vermeidlich (87.); denn die Schlussminuten hatten es dann richtig in sich: Albert Schneidmüller kam zum Ende der regulären Spielzeit nach einem der zahlreich gefährlich hereingebrachten Standardsituationen mit dem Kopf an den Ball und erzielte den Anschlusstreffer (90.). Der TuS Waldernbach war wie im Rausch und schmiss alles nach vorne, wieder war es ein ruhender Ball, der im Strafraum der SG Selters für Panik sorgte. Richard Müller ging zum Kopfball, traf ihn falsch und Niklas Muth hatte auf der Linie keine Chance, den Ausgleich zu verhindern – 2:2 (90.+1).

Nach Schlusspfiff vom guten Schiedsrichter Oliver Klein ärgerten sich die Akteure aus Selters, dass die drei Punkte nicht mit nach Selters fuhren. Grundsätzlich zeigte die Mannschaft von Benjamin Maurer und Stefan Rieth wie gewohnt eine gute Leistung, der Wille, das Maximum aus dem Spiel mitzunehmen war aber beim Gastgeber größer und so hieß es am Ende verdientermaßen 2:2.
Die englische Woche vor der Niederselterser Kerb kommt nun genau richtig, bereits am Donnerstag geht es gegen den TuS Frickhofen. Wenig Zeit also für die niedergeschlagenen SGS-Seelen, sich über die verpassten zwei Punkte aufzuregen.

   

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