Vor dem Gastspiel bei der SG Ahlbach/Oberweyer war klar, dass die SG Selters noch zwei Schritte gehen muss, um den zweiten Tabellenplatz und die damit verbundene Qualifikation zur Aufstiegsrunde zu erreichen. Der Respekt vor der Meilelf, die ein tolles Jahr 2019 spielt, war nicht nur aufgrund der Tatsache, dass kein einziges Spitzenteam dort gewinnen konnte, groß. Im Spiel selbst bestätigt sich dann der Eindruck, zu was die Mannschaft von Florian Gross und Daniel Alves im Stande sein kann. Selters führt zwar recht flott mit 2:0, fängt aber spätestens nach einem Witz-Elfmeter gegen sich zu Wanken an. Am Ende zittern sich die "Wassermänner" zu einem glücklichen 2:1, der weiterhin träumen lässt.

Für die Gäste, die prächtig ins Spiel fanden, verlief der Start optimal: Nach einem feinen Zuspiel Yannik Wallis tauchte Moritz Steul frei vor Torhüter Patrick Weimer auf, hob den Ball auch an Selbigem vorbei, doch die Einheimischen klärten auf der Torlinie. Die Szene war aber noch nicht vorbei. Wieder kam das Spielgerät zu Yannik Walli, der mustergültig flankte, und Moritz Steul mit Hilfe des Innenpfosten zum 0:1 einköpfte (4.). Der Treffer war für die Selterser natürlich Gold wert. Die Gäste blieben am Drücker und hätten nach einer knappen Viertelstunde erhöhen müssen: Nachdem die Platzherren eine Hereingabe von Benjamin Maurer nur unzureichend klärten, traf Jan Hendrik Pabst den Ball aus kurzer Distanz nicht richtig. Nach knapp zwanzig Minuten meldete sich auch die Meilelf in der Partie an, als Nico Schmidt aus halbrechter Position einen ersten Warnschuss für Nicholas Schardt abgegeben hatte (18.). Richtig gefährlich wurde es vier Minuten später: Ahlbach/Oberweyer kombinierte sich sehenswert Richtung Gefahrenzone, wo Bünyamin Yildirim plötzlich frei vor Nicholas Schardt auftauchte, doch der Keeper klärte noch entscheidend zur Ecke (22.). In dieser Phase ging es hin und her: Pech hatte Selters, als Maximilian Stählers abgefälschter Querpass am Außenpfosten landete (24.). Bald darauf jubelte der Selterser Anhang ein zweites Mal: Dominic Voss, der bei der Ballannahme vermutlich im Abseits gestanden hatte, bediente Moritz Steul, der aus spitzem Winkel in die lange Eck vollstreckte - 0:2, die SGS präsentierte sich in dieser Phase wie eine abgezockte Spitzenmannschaft (27.). Die Heimelf steckte aber nicht auf und arbeitete weiter am Anschlusstreffer. So richtig gefährlich wurden die allmählich überlegenen Gastgeber aber selten, auch wenn die Selterser bei einigen Standards die Luft anhalten mussten. Erst in der Nachspielzeit des ersten Durchgangs wurde es noch einmal brenzlig: Lukas Steioff zog ab, doch Nicholas Schardt parierte bravourös (45.+2).

In der zweiten Hälfte wurde die optische Überlegenheit der Gross/Alves-Elf deutlicher. Selters kam nicht mehr richtig in die Zweikämpfe und war mit Defensivarbeit beschäftigt. Dass ein Geschenk des Unparteiischen Jan Frieß für den Anschluss herhalten musste, machte die Sache für die "Wassermänner" dennoch nicht einfacher. Schiedsrichter Jan Frieß entschied nach einer Flanke auf Handspiel. Maximilian Stähler vergrößerte dabei weder seine Körperfläche, noch verhinderte er eine Torchance. Sei es drum, Steffen Schäfer wars egal, er verwandelte den Elfmeter sicher zum 1:2-Anschlusstreffer (51.). Bei den Seltersern ging die Angst um, während die Platzherren Oberwasser bekamen. Bis auf eine Großchance von Bünyamin Yildirim, der aus kurzer Distanz an einem fantastischen Reflex Nicholas Schardts scheiterte (63.), sprangen allerdings nur Halbchancen heraus. Eine davon verzeichnete Maximilian Knopp, der nach einem Schäfer-Freistoß plötzlich frei stand, allerdings zu zentral abschloss (73.). Von den Gästen war in der Offensive nicht mehr allzu viel zu sehen. Bei ihren Kontern fehlte den Seltersern die letzte Konsequenz, sonst wäre eine Entscheidung durchaus möglich gewesen. Auch bei einigen Abseitsentscheidungen hielt es Schiedsrichter Jan Frieß nicht unbedingt mit den Gästen. Und doch ergab sich für die SGS die große Chance zur Entscheidung: Nach einem Foul an Moritz Steul trat Samuel Stähler zum Elfmeter an, schoss das Leder aber über den Querbalken (77.). Es hätte so eine typische Schlüsselszene sein können, um ein Spiel zum kippen zu bringen. Die Heimelf rannte in den Schlussminuten zwar an, wirkte aber oftmals kopflos und kam zu keiner nennenswerten Gelegenheit mehr. Als Schiedsrichter Frieß die einminütige Nachspielzeit anzeigte, rückte der Auswärtssieg näher. Ahlbach/Oberweyer, das sich nicht ganz zu Unrecht über die (zu) kurze Nachspielzeit beschwerte, kam nicht mehr entscheidend vor das SGS-Tor.

Am Ende mussten sich die Selterser eingestehen, einen glücklichen Sieg entführt zu haben. Diese Tatsache dürfte den Akteuren aber auch herzlich egal sein. Ahlbach/Oberweyer präsentierte sich als der erwartet schwere Gegner, und den Gästen spielte der frühe Doppelschlag freilich in die Karten. Dennoch durfte man sich natürlich auch wieder bei seinem starken Torhüter bedanken, der die drei Punkte letztlich festhielt.

Am kommenden Sonntag kommt es gegen die SG Winkels/Probbach/Dillhausen zum Showdown.

   

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