Nach dem 2:0-Erfolg im Kreispokal-Viertelfinale gegen Gruppenligist RSV Weyer steht für die SG Selters das erwartet knifflige Auswärtsspiel bei Abstiegskandidat TSG Oberbrechen auf dem Programm. Die Selterser Beine sind schwer, die Spieler wirken träge und kommen kaum richtig ins Spiel. Da sich die SGS aber mal wieder auf ihre Defensive verlassen kann, steht beim torlosen 0:0-Unentschieden zum sechsten Mal in den letzten sieben Partien hinten die "Null".

Das kleine Derby, das - wie so oft - eher im freundschaftlichen Rahmen vor ordentlicher Kulisse abläuft, bot den Zuschauern wenige Highlights. Die beiden Defensivreihen prägten das Geschehen, denn Torchancen blieben eher Seltenheit. Lediglich in den ersten zehn Minuten wurde es zweimal im Ansatz gefährlich: TSG-Spielertrainer Christian Michel hatte sich mit einem 22-Meter-Freistoß versucht, den Nicholas Schardt zur Ecke abwehrte (7.). Auf der anderen Seite bediente Dominic Voss den durchgebrochenen Yannik Walli, doch Torwart Florian Münkel rettete per Fußabwehr. Dann bestimmten die Zweikämpfe das Treiben. Oberbrechen wirkte dabei etwas giftiger und war gefühlt meist ein Schritt schneller als die "Wassermänner". Dennoch blieb es vor den Toren ungefährlich, weil hüben wie drüben die Durchschlagskraft fehlte. Einzig erwähnenswert: Simon Leimpeks 20-Meter-Schuss, den Keeper Nicholas Schardt entschärfte (28.). Bitter für die TSG: Kapitän Tobias Kremer verletzte sich bei einem Luftduell am Knöchel und musste ausgewechselt werden (44.) - Gute Besserung!

Nach Wiederbeginn waren zunächst wieder die Gastgeber an der Reihe. Mohammed Al Mohammad bediente Simon Leimpek, doch wieder war Nicholas Schardt per Fußabwehr zur Stelle (48.). Und 180 Sekunden später mussten sich die Gäste bei Al Mohammad bedanken, dass es noch 0:0 stand: Christian Michels 16-Meter-Schuss wehrte Nicholas Schardt nach vorne ab, doch Oberbrechens Torjäger verstolperte kläglich. Das Tor war quasi leer, der Offensivakteur musste nur noch einschieben - eine unfassbare Szene (51.). Allmählich erwachte auch Selters, das offensiv kaum stattgefunden hatte, aus seiner Lethargie. Je länger die Partie dauerte, desto überlegener wurden die Gäste. Doch auch bei der SGS fehlte es an Durchschlagskraft. Richard Müller hätte beinahe für das 0:1 gesorgt, als er nach langem Ball knapp am rechten Pfosten vorbei köpfte (54.). Noch etwas gefährlicher wurde es vier Minuten später: Artur Baus' feiner Flugball landete bei Moritz Steul, der allerdings aus 16 Metern zu harmlos abschloss und Torwart Florian Münkel vor keine allzu große Probe stellte (58.). In der Endphase waren die Selterser dem Führungstreffer ein Stück weit näher, doch zwingend wurde es kaum.

Nach Abpfiff des ebenso lässigen wie guten Schiedsrichters Mehmet Ali-Sarikaya stand eine insgesamt gerechte Punkteteilung. Selters hatte sich den Sieg an diesem Nachmittag insgesamt nicht verdient, weil es zu fehlerbehaftet agierte. Die TSG Oberbrechen sammelte im Abstiegskampf einen vielleicht wertvollen Zähler und überzeugte vor allem in kämpferischer Hinsicht.

Am kommenden Sonntag steht für die SG Selters das letzte Heimspiel in Oberselters auf dem Programm. Gegner ist dann der FCA Niederbrechen.

   

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