VON MARIUS SCHÖNHERR

SG Selters - TuS Dietkirchen II 5:1 (0:0).

Nur vier Tage nach dem intensiven Remis bei der SG Ahlbach/Oberweyer geht es am Sonntag in Oberselters gegen den zuletzt ganz starken TuS Dietkirchen II. Nach einer hochklassigen ersten Halbzeit reichen den "Wassermännern" acht effektive Minuten, um das Spiel zu entscheiden. Am Ende heißt es 5:1 - die Serie von mittlerweile 13 unbesiegten Saisonspielen hält an.

In einer chancenarmen, sogleich aber auch gut ansehbaren Anfangsphase hatten die Gäste nach zwölf Minuten die erste Chance, doch der von der SGS-Abwehr alleingelassene Hessenligaspieler Marvin Rademacher köpfte die Ecke Marvin Heibels am Kasten vorbei. In Minute 21 kam dann auch der Gastgeber zur ersten nennenswerten Torchance, doch Philipp Freppons 14-Meter-Schuss aus halblinker Position klärte Torwart Max Gotthardt per Faustabwehr. Nur 60 Sekunden später fasste sich Kapitän Samuel Stähler ein Herz und zog aus 22 Metern ab, doch der raketenartige Abschluss landete am wackelnden Lattenkreuz. Zu diesem Zeitpunkt hatte sich der Ligaprimus bereits eine kleine optische Überlegenheit angeeignet, doch auch die Dietkircher Reservisten wirkten jederzeit gefährlich. Als Moritz Steul seinen Stürmer Dominic Voss per Steilpass auf die Reise schickte, schloss der "Oldie" zu harmlos ab, so dass Max Gotthardt keine große Mühe hatte (29.). Kurze Zeit später kam dann auch der Gast aus Dietkirchen zur Doppelchance, doch weder Nick Bernhardt, der auf Zuspiel von Marvin Hölzenbein den Ball nicht unter Kontrolle brachte (34.), noch Moritz Königstein, dessen abgefälschter Schuss überragend von Keeper Nicholas Schardt entschärft wurde, waren erfolgreich. Vor dem Pfiff zum Pausentee hatte Moritz Steul die Führung dann nochmals auf dem Schlappen, doch auch der Gästekeeper zeichnete sich in beiden Situationen aus (37., 43.).

Die Hessenliga-Reserve kam wacher aus der Kabine und hätte prompt in Front gehen können: Luke Zuckrigl kam etwas überrascht im Sechzehner frei zum Abschluss, doch wieder war Nicholas Schardt zur Stelle (48.). Dann legte der Tabellenführer seine denkwürdigen acht Minuten hin. Benjamin Maurers abgefälschten Abschluss versucht Torhüter Max Gotthardt vor einem Eckball zu bewahren, doch stattdessen wehrte der Keeper den Ball nach vorne ab und Maurer sagte artig "Danke" - 1:0 (55.). Nur fünf Minuten später brachte Yannik Walli eine Flanke von links herein, wieder sah der ansonsten gute TuS-Keeper Gotthardt nicht gut aus und Philipp Freppon, den die SG Selters wohl die nächsten Wochen aufgrund seines Uni-Aufenthalts schmerzlich vermissen wird, erhöhte clever auf 2:0 (60.). Dietkirchen II wirkte in dieser Phase konsterniert und hatte nichts entgegenzusetzen. Wiederum nur 180 Sekunden danach hieß es 3:0: Moritz Steul, der die Kugel nach Pass von Dominic Voss und überlegten Durchlassens Maximilian Stählers in die Maschen schickte (63.). Trotz der Nackenschläge gab sich der TuS Dietkirchen II  nicht auf, versuchte, ins Spiel zurück zu finden. Zumindest ein kleines Geschenk blieb ihnen nicht verwehrt: Ein hoch geschlagener Eckstoß flog genau auf die Arme von Torhüter Nicholas Schardt zu, doch dieser - wohl geblendet von der ungünstig stehenden Sonne - faustete den Ball unglücklich ins eigene Tor - 3:1 (76.). Die Gäste witterten noch einmal kurz Morgenluft, wirkten in der Offensive aber schließlich zu harmlos. In den Schlussminuten machten dann Alexander Vollbracht (90.) – in Szene gesetzt von Dominic Voss – und Philipp Freppon (90.+1) den doch etwas zu hohen 5:1-Endstand klar.

Dem Dietkircher Akteur Christoph Kraftschick, der sich in einem Zweikampf - vermutlich schwer - am Knie verletzte, wünscht die SG Selters gute Besserung und ein baldiges Comeback! 

Nach Abpfiff des ganz starken Schiedsrichters Recai Kivanc, der mit der fairen Partie keine große Mühe hatte, stand ein aufgrund der zweiten Halbzeit verdienter Sieg der Gastgeber gegen aber keineswegs enttäuschende Dietkircher Reservisten.

Am Freitagabend führt die Reise der SG Selters zum Gruppenliga-Absteiger, SG Kirberg/Ohren.

Selters: Schardt, M. Stähler, Müller, Toffeleit, S. Stähler, Maurer, Steul, Freppon, Walli, Voss, Schmidt (Vollbracht) - Dietkirchen II: Gotthardt, Lengwenus, Stutzer, Rademacher, Hölzenbein, Heibel, Kraftschik, Bernhardt, Ferger, Königstein, Zuckrigl (Voss, Jost, L. Schmitt) - SR: Kivanc (Heidenrod) - Tore: 1:0 Benjamin Maurer (55.), 2:0 Philipp Freppon (60.), 3:0 Moritz Steul (63.), 3:1 Nicholas Schardt (72., Eigentor), 4:1 Alexander Vollbracht (90.), 5:1 Philipp Freppon (90.+1) - Zuschauer: 80.

VON MARIUS SCHÖNHERR

SG Selters II - FSG Dauborn/Neesbach 3:5 (2:2).

Nach dem fulminanten 2:1-Sieg im Kirmesspiel gegen Aufstiegskandidat TSG Oberbrechenist die FSG Dauborn/ Neesbach zu Gast in Oberselters. Von all den positiven Dingen, die der Schlüssel zum Erfolg über die TSG waren, ist am Sonntagnachmittag nicht mehr viel übriggeblieben. Die SGS II kommt im Kellerduell überhaupt nicht ins Spiel und noch weniger in die Zweikämpfe. Die Chancen für einen oder gar drei Punkte waren dennoch da, doch trotz einer zwischenzeitlichen 2:0-Führung müssen sich die "Wassermänner" am Ende beim 3:5 zurecht geschlagen geben.

Dabei fing aus Selterser Sicht alles so gut an: Ein langer Ball von Artur Baus durchs Zentrum landete bei Marvin Annecke, der diesen behauptete und von Gäste-Keeper Lutz Müller gefoult wurde. Die Kugel landete trotz allem bei Felix Vormann, der den Vorteil nutzte und ins leere Tor zur 1:0-Führung einschob (6.). Nur 120 Sekunden später offenbarten sich bereits die ersten Unkonzentriertheiten in der SGS-Defensive. Eine Flanke Gereon Coesters beförderte Kento Silva Nakagawa völlig freistehend aufs Tor; Nicolas Keim hielt stark. Spätestens nachdem Nicolas Keim noch zweimal die Unachtsamkeiten seiner Abwehr ausbügeln musste, als Markus Bozan auf das SGS-Gehäuse zielte (21., 31.), war klar, dass durch das fehlerbehaftete Spiel der Gastgeber ein schwieriger Nachmittag bevorstehen würde. Dann tauchte aber auch noch mal die SGS-Reserve in Person von Christian Roos vor dem Tor auf, doch dieser konnte das super Zuspiel von Fabian Fuchs nicht nutzen – Lutz Müller parierte stark (33.). Drei Minuten vor dem regulären Ende der ersten 45 Minuten gelang dem Aufsteiger sogar das 2:0: Christian Roos schickte Felix Vormann über die rechte Seite, und Emre Can musste dessen Hereingabe nur noch über die Linie drücken. Zwei Tore Vorsprung - und keiner wusste so recht warum. 
Ab diesem Zeitpunkt wurde es allerdings aus heimischer Sicht ärgerlich, denn die FSG erzielte - wenn auch mit freundlicher Unterstützung des Schiedsrichters - nicht nur den Anschlusstreffer, sondern gar noch den Ausgleich. Aber der Reihe nach: Braa Zedan machte aus der Drehung das 2:1 klar (44.), nachdem er sich zuvor einen klaren Vorteil verschaffte, als er Widerpart Oliver Tausch umriss. Wo Schiedsrichter Michael Wiebe in diesem Moment hingesehen hatte, wird er nur selbst wissen. Nur eine Minute später dann der Nackenschlag für die SG Selters II: Jonas Strom enteilte nach langem Ball seinen Bewachern und schloss ins lange Eck zum 2:2 ab (45.). 

Nach dem Seitenwechsel sollte alles noch schlimmer werden. Es waren nur vier Minuten gespielt, als Lukas Hohly – erneut sträflich alleingelassen – aus 17 Metern einen Flachschuss ins linke Eck setzte – 2:3. Die Gastgeber gaben sich aber noch nicht auf. Oliver Tausch spielte einen mustergültigen Pass auf Nico Rossel, und Christian Roos nutzte dessen Zuspiel zum 3:3 (53.). Es blieb aber dabei: Bei den Platzherren lief wenig zusammen. Die FSG Dauborn/ Neesbach spürte selbstredend, dass mehr als dieses Unentschieden möglich war und setzte alles daran, den Dreier vom Winterholz zu entführen. In Folge einer Ecke Jonas Stroms köpfte Lukas Hohly seinen Doppelpack und somit die erneute Führung für die Gäste (63.) - Selterser Defensivverhalten? - Fehlanzeige. Sieben Zeigerumdrehungen später verhinderte Emre Can die Vorentscheidung, als er Hendrik Hohlys Kopfball von der Linie kratzte. In Minute 84 machte Jonas Strom dann aber doch den Endstand klar, als er mühelos ins lange Eck zum 3:5 vollstreckte.. Die Gelb-Rote-Karte an FSG-Akteur Gereon Coester, die eigentlich einem Witz geglichen hatte, fiel am Ende nicht mehr ins Gewicht (88.).

Nach Abpfiff von Schiedsrichter Michael Wiebe, der mit Sicherheit schon bessere Tage hatte, stand eine erneut unnötige und vor allem der mangelten Konzentration und Leistungsbereitschaft geschuldeten Niederlage fest. Die Tabelle lügt nun mal nicht, was aber auch auf das Spiel der FSG zutreffend war.

Bereits am kommenden Mittwoch gastiert die SG Selters II beim FC Steinbach.

Selters II: Keim, Fuchs, C. Rossel, Tausch, Baus, Can, Jeck, Roos, N. Rossel, Vormann, Annecke Petri (Knödler, Brunner) - Dauborn/Neesbach: Müller, Wind, G. Coester, M. Coester, Sertkaya, Zedan, Strom, L. Hohly, Bozan, Silva Nakagawa (Tsuji, H. Hohly) - SR: Wiebe (Niedernhausen) - Tore: 1:0 Felix Vormann (6.), 2:0 Emre Can (42.), 2:1 Braa Zedan (44.), 2:2 Jonas Strom (45.), 2:3 Lukas Hohly (49.), 3:3 Christian Roos (53.), 3:4 Lukas Hohly (63.), 3:5 Jonas Strom (84.) - Gelb-Rot: Gereon Coester (88., D/N) - Zuschauer: 60.

SG Selters II - TSG Oberbrechen 2:1 (0:1).

Nach dem krachenden 9:1-Erfolg gegen die FSG Gräveneck/Seelbach kommt das kleine Derby gegen Aufstiegsaspirant TSG Oberbrechen für die SG Selters II zu einem keineswegs schlechten Zeitpunkt. Ein Spiel, das vor zwei bis drei Wochen vermutlich noch mit einer Klatsche für die Selterser Reservisten geendet hätte, offenbart Qualitäten, die der Mannschaft von Lars Gendritzki wohl nur die wenigsten zugetraut hätten. Nach 0:1-Pausenrückstand zeigen die "Wassermänner" Moral, unbändigen Willen, Kampfgeist und wirken auch spielerisch gefestigter. Der 2:1-Sieg lässt den ganzen Verein hoffen, dass der Klassenerhalt doch nicht ganz so utopisch ist.

Von Beginn an behakten sich beide Mannschaften am Limit. Intensive Zweikämpfe, auch mal die eine oder andere etwas ruppigere Aktion und eine ordentliche Stimmung außerhalb des Plaztes ließen die Zuschauer auf 90 interessante und spannende Minuten hoffen. Und genauso kam es auch. Die TSG erwischte den besseren Start und wirkte gegen defensiv eingestellte Hausherren überlegen. Bereits nach fünf Minuten hätten die Gäste führen können, doch Steve Hönscher schloss nach langem Ball von Spielertrainer Alexander Schraut zu überhastet ab und zielte drüber. Auf der anderen Seite setzte sich A-Junior Justin Wolter im Zweikampf durch, legte den Ball zu Nico Rossel zurück, der jedoch im letzten Moment noch entscheidend gestört wurde (7.). Die Partie blieb ansehnlich, denn Torraumszenen kamen nicht zu knapp. Mohammed Al Mohammad, gefährlichster Gästeakteur an diesem Abend, verfehlte das Ziel mit einem 18-Meter-Schuss knapp. Vor allem in dieser Phase hatte Oberbrechen mehr vom Spiel, weil den Selterser Reservisten zu viele kleine Fehler unterliefen. Die Folge war der Führungstreffer des Favoriten. Nach einer Flanke von der linken Seite bekam die Heimelf das Leder nicht aus der Gefahrenzone, und Steve Hönscher sorgte aus fast unmöglichem Winkel mit Hilfe des Innenpfosten für das 0:1 - das hatte schon was von Slapstick (29.). Selters II wurde durch den Gegentreffer agiler, verbuchte durch Felix Vormanns Schuss von der Strafraumgrenze, der links vorbei ging, eine Gelegenheit.

Was auch immer in der Kabine der Platzherren passiert sein muss, es hatte gefruchtet. Die Hausherren kamen ganz stark aus der Pause und waren sofort bestimmend. Mit situativem Anlaufen kam die TSG nicht zurecht und wurde mehr und mehr in die Defensive gedrängt. Oliver Tauschs Schussversuch landete aus 18 Metern am Außennetz (50.). Es roch nach dem Ausgleich, der bald danach auch folgte. Nach einer Freistoßhereingabe von Oliver Tausch wude der eingewechselte Emre Can beim Schuss geblockt, doch Christian Roos, dem der Ball vor die Füße fiel, "murmelte" sich in gewohnter Manier durch den Sechzehner und schloss zum 1:1-Ausgleich ab (58.). Die Hoffnung auf den Kirmessieg war zurück. Oberbrechen wirkte geschockt, hatte durch Finn Ole Schumacher, dessen Heber auf dem Tordach landete, aber eine gute Gelegenheit zum 1:2 (67.). Insgesamt war das aber zu wenig, um die ansonsten starke SGS-Defensive in Verlegenheit zu bringen, denn fortan waren wieder die Gastgeber am Zug. Und wie: Nach einem Einwurf und der folgenden Kopfballverlängerung Jannis Gattingers schaltete Philipp Freppon am Schnellsten und markierte das 2:1 (69.). Nur 120 Sekunden danach hätten die "Wassermänner" nachlegen können, doch nach Pass von Philipp Freppon bedeutete der Heber von Christian Roos keine große Mühe für TSG-Keeper Florian Münkel (71.). Die TSG musste mehr investieren und zog noch einmal die Zügel an. Bis auf einen strammen 20-Meter-Kracher von Al Mohammad, den Torwart Niklas Muth stark entschärfte, wirkten die Gäste aber zu harmlos (72.). Auf der anderen Seite hätte Justin Wolter nach einer Ecke das 3:1 besorgen können, doch aus kurzer Distanz landete das Spielgerät im Abendhimmel (74.). Als Oberbrechen alles auf eine Karte setzte, versäumte Philipp Freppon nach einem Konter mit der "Pieke" die Entscheidung (90.+1).

Die nicht ganz verständliche 6-minütige Nachspielzeit des ansonsten tadellosen Schiedsrichters Sebastian Semrau verlangte dem Einheimischen noch einmal alles ab, doch es blieb beim aufgrund der zweiten Hälfte verdienten 2:1-Sieg der SG Selters II. Durch die Niederlage hatten die Hoffnungen der TSG, die mit der Rückkehr in die Kreisoberliga liebäugelt, einen herben Dämpfer erhalten, während der zweite Selterser Anzug nach dem zweiten Sieg in Serie nun endgültig in der Kreisliga A angekommen zu sein scheint.

Nach der wohl verdienten Kirmespause geht es für die SG Selters II am 13. Oktober mit dem Heimspiel gegen die FSG Dauborn/Neesbach weiter.

Selters II: Muth, C. Rossel, Fuchs, Tausch, Gotthardt, Wolter, Jeck, Roos, N. Rossel, Vormann, Gattinger (Can, Freppon, Knödler) - Oberbrechen: Münkel, Wagner, E. Eufinger, Schraut, Rudloff, P. Schneider, T. Kreimer, J. Kremer, Hönscher, Schumacher, Al Mohammad (K. Kremer, Lorse, F. Eufinger) - SR: Semrau (Hünfelden) - Tore: 0:1 Steve Hönscher (29.), 1:1 Christian Roos (58.), 2:1 Philipp Freppon (69.) - Zuschauer: 110.

SG Ahlbach/Oberweyer - SG Selters 1:1 (0:0).

Zehn Tage nach dem knappen Sieg gegen den VfR 07 Limburg (2:1) und nur zwei Tage nach einer intensiven Niederselterser Kirmes kommt es für die SG Selters zum schwierigen Auswärtsspiel bei der SG Ahlbach/Oberweyer. Die "Meil-Elf" beweist über die gesamten 90 Minuten, dass sie ihre kleine Ergebniskrise überwunden hat, ist dem Sieg insgesamt näher, versäumt jedoch die Entscheidung. Nimmermüde "Wassermänner" kämpfen sich dann mit Glück und Geschick ins Spiel zurück und nehmen beim 1:1 einen Punkt mit, der dafür sorgt, dass weiterhin keine Niederlage zu Buche steht.

Von der ersten Minute an wurde eines ziemlich schnell klar: Beide Mannschaften hatten den gleichen Plan, zum Erfolg zu kommen. Kompakte Defensivarbeit und die Hoffnung auf das schnelle Umschalten. Das sorgte dafür, dass sich beide Offensivreihen schwer getan hatten, zu gefährlichen Torraumszenen zu kommen. Dennoch war das Treiben auf dem Ahlbacher Kunstrasen enorm intensiv und durchaus ansehnlich. Es dauerte eine gute Viertelstunde, ehe die Gastgeber zur ersten Chance kamen, als Volkan Subasi mit klugem Pass Bünyamin Yildirim suchte, Torhüter Niklas Muth, der den etatmäßigen Schlussmann Nicholas Schardt toll vertreten sollte, aber zur Stelle war (16.). Die Selterser setzten das erste kleine Ausrufezeichen nach einer Ecke von Samuel Stähler und einem Kopfball des umtriebigen Richard Müller, der jedoch daneben ging (19.). Hatte Ahlbach/Oberweyers Keeper Patrick Weimer hier noch nicht eingreifen müssen, war er in Minute 26 zur Stelle, als Philipp Freppon nach Zuspiel von Moritz Steul nach innen gezogen war, aus 16 Metern jedoch an Weimer scheiterte. Richtig gefährlich wurde es nach einer halben Stunde, als ein Seitenwechsel Samuel Stählers bei Yannik Walli landete, der den Ball direkt vor das Tor brachte, wo dem einheimischen Spielertrainer Florian Gross um Haaresbreite ein Eigentor unterlaufen war. Es ging hin und her - Wieder musste Niklas Muth wachsam sein, als sich Volkan Subasi mit einem als Flanke getarnten Torschuss versuchte, den der Torhüter über die Latte lenken musste (33.). In den Schlussminuten des ersten Akkords gewann Selters Oberwasser und hatte durch einen 18-Meter-Freistoß Nils Toffeleits und einen 20-Meter-Schuss von Philipp Freppon ganz gute Möglichkeiten, doch bei beiden Versuchen zeigte Patrick Weimer, dass er das Torwart-Handwerk versteht (38., 45.).

Der zweite Durchgang begann mit einem Tiefschlaf der Selterser Defensive, was die Platzherren umgehend auszunutzen verstanden. Plötzlich tauchte Bünyamin Yildirim relativ freistehend im Sechzehner auf, legte das Spielgerät mustergültig quer, so dass Abdullah Tekdas nur noch einschieben musste - 1:0 (49.). Nur vier Zeigerumdrehungen später hätten die "Wassermänner" beinahe die perfekte Antwort gegeben, doch nach starkem Steul-Pass schoss Dominic Voss knapp am langen Pfosten vorbei (53.). Ahlbach/Oberweyer wurde in der Folge immer drückender und hatte beste Gelegenheiten, die Vorentscheidung zu besorgen. Binnen zehn Minuten lag der Heimelf gleich dreimal der Torschrei auf den Lippen. Zunächst schoss Bünyamin Yildirim freistehend drüber (56.), dann lenkte Niklas Muth einen tückischen 25-Meter-Schuss Steffen Schäfers über den Querbalken (63.), ehe der Schlussmann nach toller Komibination über Volkan Subasi und Bünyamin Yildirim das Spielgerät fantastisch an den Pfosten lenkte (66.). Selters nahm in dieser Phase das Glück eines Spitzenreiters in Anspruch und hätte sich wahrlich nicht beschweren können, wäre die Partie entschieden gewesen. In den letzten zwanzig Minuten sprach wenig für die Selterser, doch das Blatt wendete sich noch einmal. "Dosenöffner" war eine Chanca der Marke "Hunderprozent", als Moritz Steul Richard Müller auf die Reise schickte, doch dessen Querpass setzte Dominic Voss völlig frei an die Oberkante der Latte (71.). Vier Zeigerumdrehungen danach war es dann aber soweit: Moritz Steul lenkte einen Schuss von Benjamin Maurer unhaltbar in die rechte Ecke zum 1:1 (75.). Und plötzlich roch es sogar kurzzeitig danach, als könne die SGS den Spieß noch komplett drehen, doch Philipp Freppons Schussversuch wurde in letzte Sekunde geblockt (81.). Dann kamen nochmal die Gastgeber, doch abermals fand Bünyamin Yildirim in Torwart Niklas Muth seinen Meister (90.).

Am Ende stand in einem - vor allem von der Physis - tollen Spiel eine Punkteteilung, die den Gästen besser in den Kram passte als der "Meil-Elf". Das zweite Tor wäre vermutlich die Entscheidung gewesen und hätte dem Spielverlauf der zweiten Hälfte auch entsprochen. Mit einer derartigen Leistungen ist es allerdings auch kein Geheimnis, dass die SG Ahlbach/Oberweyer in die Spitzengruppe gehört.

Für die SGS geht es am kommenden Sonntag mit dem Heimspiel gegen den TuS Dietkirchen II weiter.

Ahlbach/Oberweyer: Weimer, Sancak, Müller, Gross, Yildirim, Tekdas, Schäfer, Subasi, Knopp, Klingebiel, Hilpisch (Kesmen) - Selters: Muth. M. Stähler, Müller, Toffeleit, S. Stähler, Maurer, Steul, Freppon, Walli, Voss, Schmidt (Rossel, Vollbracht) - SR: Dalef (Hünfelden) - Tore: 1:0 Abdullah Tekdas (49.), 1:1 Moritz Steul (75.) - Zuschauer: 90.

Nur drei Tage nach dem kräftezehrenden 3:1-Sieg gegen den SC Offheim wartet mit dem VfR 07 Limburg das Tabellen-Schlusslicht der Kreisoberliga auf die SG Selters. Den "Wassermännern" war schon vor dem Spiel klar, dass der Gegner mehr als nur ernst zu nehmen war. Und doch sollte es den Seltersern nicht gelingen, Normalform auf den Platz zu kriegen. Aufgrund dieser Tatsache entwickelt sich bis zur 94. Spielminute ein harter Kampf auf dem Oberselterser Kunstrasen, den die SG Selters dank des Aufbäumens nach der Pause und dank ihres Doppelpackers Philipp Freppon letztlich aber doch mit 2:1 für sich entscheiden kann. Für die Limburger zweifelsfrei ein ganz bitterer Nachmittag.

Selters kam schlecht ins Spiel, so dass Limburg 07 gleich Herr im Haus war. Die Elf von Spielertainer Alexander Tatarenko wirkte hochmotiviert, war meist einen Schritt schneller und schlichtweg besser. Die erste Chance der Gäste bereits nach vier Minuten, als Ahmet Yesiltas einen langen Ball von Marvin Siebig per Kopf auf Noah Vielsäcker ablegte und dieser Nicholas Schardt prüfte. Zehn Minuten darauf war die Kugel dann allerdings drin. Jonas Lumoneka bediente Noah Vielsäcker von der rechten Seite, der den Gästen im zweiten Versuch die 1:0-Führung besorgte. Der Tabellenführer war noch überhaupt nicht in der Partie angekommen - der Zwischenstand war die logische Folge. Nach 19 Minuten hätten die Platzherren jedoch den – wenn auch zu diesem Zeitpunkt schmeichelhaften – Ausgleich erzielen müssen. Marvin Schmidt bediente mit einem starken Ball aus der eigenen Hälfte den durchgestarteten Yannik Walli, der VfR-Keeper Jan Darda problemlos umkurvte, auf den Abschluss ins leere Tor jedoch nicht genug Druck brachte und die Kugel von der Linie gekratzt wurde. Acht Minuten vor der Pause tauchte Ahmet Yesiltas frei vor dem SGS-Tor auf, sein Abschluss wehrte Nicholas Schardt jedoch mit dem Fuß ab und der darauffolgende Kopfball Noah Vielsäckers ging vorbei. Kurz vor der Pause hatte dann Kapitän Samuel Stähler noch die Ausgleichschance, sein Freistoß aus 25 Metern ging aber über das Gehäuse.

In der Pause nahm sich der Tabellenführer vor, alles schlecht Gezeigte in positive Aktionen umzuwandeln, was auch prompt gelingen sollte. Nur 180 Sekunden nach Wiederbeginn kam der Ball über Samuel Stähler auf Dominic Voss, der den eingerückten Philipp Freppon bediente. Freppon nahm Maß und setzte das Spielgerät  aus 16 Metern in die Maschen (48.). Nur fünf Zeigerumdrehungen später die beinahe identische Szene, diesmal kam jedoch das Zuspiel von Samuel Stähler und Philipp Freppon zielte erneut richtig - 2:1 (53.). Die Antwort der Domstädter ließ jedoch nicht lange auf sich warten. Marco Weis bediente per Flanke Ahmet Yesiltas – drüber (58.). In der Folgezeit machten die Gäste immer mehr auf und gingen ins Risiko, was den Seltersern einige Räume zum Kontern ließ. In dieser Phase hätte der Ligaprimus das Spiel bereits entscheiden können, doch weder Moritz Steul (60., 67.), noch Philipp Freppon (71.) trafen zum 3:1. Und so kam es, dass sich die SGS immer weiter in die Defensive drängen ließ und die Limburger Lunte gerochen hatten. In Minute 72 setzte sich Mittelfeld-Akteur Christian Michel stark gegen drei Selterser durch, den Abschluss hielt Nicholas Schardt jedoch ohne Probleme. Spätestens sieben Minuten vor dem Ende wurde Schardt dann neben Freppon zum Punktegarant, als er erst einen 30-Meter-Schuss von Justin Heimann zur Ecke klärte und 60 Sekunden später überragend gegen Stürmer Ahmet Yesiltas rettete. Die Gäste waren dem Ausgleich in dieser Phase mehrfach nahe, während die Einheimischen den Schlusspfiff herbei sehnten. Einige bange Momente hatten die Platzherren noch zu überstehen, ehe Schiedsrichter Mimoun Amer die Partie abpfiff.

Am Ende hieß es also 2:1 für die SG Selters, die an diesem Nachmittag Fortuna im Bunde hatte. Limburg 07 präsentierte sich keineswegs wie ein Tabellenletzter, hatte aber - auch der Tabellensituation geschuldet - das Pech gepachtet. Auch wenn dieses Spiel aus Selterser Sicht auch einige Kritikpunkte offenlegte, lässt sich am Ende festhalten, dass der Tabellenführer auch schwierige Spiele wie dieses gewinnen kann.

Am Mittwoch nach Niederselterser Kirmes geht es für die SGS zur SG Ahlbach/Oberweyer.

Selters: Schardt, M. Stähler, Müller, Toffeleit, S. Stähler, Maurer, Steul, Freppon, Walli, Voss, Schmidt (Vollbracht, Tausch) - Limburg: Darda, Weis, Lumoneka, Heimann, Michel, Melidis, Siebig, Yesiltas, Vielsäcker, Mghebrishvili, Tatarenko (Janke, Malicha) - SR: Amer (Wiesbaden) - Tore: 0:1 Noah Vielsäcker (14.), 1:1 (48.), 2:1 (53.) beide Philipp Freppon - Gelb-Rot: Moritz Steul (S./90.,Unsportlichkeit) - Zuschauer: 60.

   

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