SG Kirberg/Ohren – SG Selters 1:5 (0:3)

Am zweiten Spieltag ist die SGS in Kirberg zu Gast. Die SG hat das erste Spiel beim Absteiger RSV Würges mit 1:3 gewonnen, doch nach der Anfangsphase, in der die Gastgeber besser waren, ist spätestens zur Pause klar, wer wohl nach zwei Spieltagen sechs Punkte auf der Habenseite hat. Vor allem im Bereich der Effektivität vor dem Tor zeigt sich die SG Selters klar verbessert und hat in weiten Teilen der Partie gegen eine SG Kirberg/Ohren, die Defensiv viele Lücken aufzeigt, alles im Griff. Das 5:1 aus Sicht der Gäste ist am Ende auch in der Höhe gerechtfertigt.

Zu Beginn hatte das zur Vorwoche unveränderte Team von Benjamin Maurer und Stefan Rieth Probleme in der eigenen Hälfte, die Gastgeber hatten deutlich mehr Ballbesitz vorzuweisen und versuchten die „Wassermänner“ schon früh zu attackieren. Gefährliche Chancen sprangen dabei jedoch nicht heraus. Die hatte nach 13 Minuten die SG Selters, und die sollte auch direkt den Spielstand ändern: Nils Toffeleit schlug einen seiner – auch in der eigenen Mannschaft - oft gefürchteten Diagonalbälle auf die rechte Seite zu Yannik Walli, der die Kugel im letzten Drittel perfekt annahm und ins lange Eck schoss – 0:1! Die Hausherren, die gut in die Partie gekommen waren, wirkten ab sofort überfordert. Selters eroberte die Bälle nun des Öfteren im Mittelfeld und den drei Offensivakteuren, Benjamin Maurer, Luis da Conceicao und Yannik Walli offenbarten sich große Räume und wenig Gegnerdruck. Spielertrainer Benjamin Maurer war es, der nach einem Solo durchs Zentrum abschloss und knapp verfehlte (20.), ehe Daniel Dylong den ersten erwähnenswerten Versuch auf den SGS-Kasten abfeuerte, aber ebenfalls verzog (22.). Besser machte dies sechs Minuten später Luis da Conceicao, der nach guter Balleroberung Samuel Stählers an den Ball kam, viel Platz hatte und ins linke untere Eck einschweißte. Die SG Selters nun mit massig Selbstvertrauen, Samuel Stählers Ecke flog auf den im Rückraum wartenden Jan Pabst, der per Direktabnehme nur knapp das Tor verfehlte (30.). Kirberg/Ohren war konsterniert, Selters dagegen schaffte es bei brütender Hitze mit einer Leichtigkeit sondergleichen sich große Chancen herauszuspielen. 100%ige Effektivität schaffte man aber auch an diesem Nachmittag nicht, doch diese zu fordern wäre auch eine Illusion. Yannik Walli bediente Benjamin Maurer mit einem Steckpass, der mit seinem Abschluss an Schlussmann Marco-Guiseppe di Stefano hängenblieb (34.). 180 Sekunden später stand es dann aber trotzdem 0:3, nachdem Luis da Conceicao im Strafraum zu Fall gebracht wurde und SGS-Kapitän Samuel Stähler den fälligen Strafstoß unhaltbar versenkte (37.). Kurz vor dem Pausentee war es Noah Schrot, der einen schläfrigen Moment in der SGS-Defensive beinahe bestrafte, doch fahrlässig frei nur den Außenpfosten traf (42.).

Direkt zu Beginn von Hälfte zwei hatte der Gast in Person Yannik Wallis die Chance auf das 0:4, doch diesmal verhinderte di Stefano im Tor Schlimmeres und behielt im Eins-gegen-Eins die Oberhand. Das blau-rote Ziel, auch das zweite Spiel ohne Gegentor zu beenden, zerstörte drei Minuten später Stürmer Noah Schrot, der nach einer Ecke den Ball per Kopf in die Maschen feuerte und auf Seiten der Gastgeber zumindest ein kleinen Funken Hoffnung aufkommen ließ. Doch Selters ließ dieses Aufkeimen der Hoffnung nicht weiter zu, nach etwa einer Stunde war es wieder Yannik Walli, der lang geschickt wurde, aber vor dem Tor vergab. Der eingewechselte Fabian Fuchs setzte einige Zeit später über die rechte Seite zum Dribbling an und knallte den Ball zum Erstaunen vieler Zuschauer aus spitzem Winkel unter die Latte in die Maschen – die Entscheidung (76.). Den Schlusspunkt eines sehr guten Selterser Auftritts setzte in der Nachspielzeit Tom Rieth, der zum 1:5 traf. (90.+1).

Nach Abpfiff des jungen Schiedsrichters Fynn Felix Walter, der eine super Leistung zeigte, stand ein verdienter Selterser Sieg fest, auf dem das Trainerteam und die Mannschaft weiter aufbauen können. Alle Akteure mit dem SGS-Wappen auf der Brust gaben alles, eine geschlossenen sowie konzentrierte Mannschaftsleistung zeigten einmal mehr, dass man nach der schweren, punktearmen Grupppenligasaison keinerlei Schaden genommen hatte, sondern vielmehr gestärkt in die Kreisoberliga startete.

Nun also die erste von zahlreichen englischen Wochen, bereits am Donnerstag ist die SG Niedershausen/Obershausen in Niederselters zu Gast

Nach dem Abstieg in die Kreisoberliga geht es für die SG Selters am ersten Spieltag gegen den unbeliebten Gegner aus Offheim. Tief in der Erinnerung schwelgt da noch die 1:4-Niederlage in der Aufstiegssaison in Offheim. Und auch dieses Spiel sollte ein wenig so laufen, denn die starke Leistung aus Halbzeit eins kann die SGS im zweiten Durchgang nicht bestätigen, gewinnt aber am Ende nach einer kämpferischen zweiten Halbzeit knapp.

Die Mannschaft unter den neuen Trainer Benjamin Maurer und Stefan Rieth legte los wie die Feuerwehr. Mark Freihube setzte sich auf der rechten Außenbahn überragend gegen zwei Gegenspieler durch und bediente Luis da Conceicao, der mit seinem Abschluss das rechte Eck fand – 1:0 (3.). Etliche urlaubsbedingte Ausfälle waren in der Anfangsphase der Selterser absolut nicht zu spüren, vielmehr bestätigte sich die Offheimer Vorbereitung, die laut SCO alles andere als zufriedenstellend war. Die Gäste rannten zu Beginn nur hinterher, während die „Wassermänner“ anrannten. Torschütze Luis da Conceicao bediente Yannik Walli, der die Chance jedoch vertändelte (11.) und fünf Minuten später fand diese Kombination in Folge eines Offheimer Fehlers andersherum statt, diesmal scheiterte da Conceicao am Fuß von Gäste-Keeper Tom Luca Schücker (16.). Auch Marvin Schmidt schoss Schücker nur an, nachdem er durch eine schöne SGS-Kombination vor dem Tor auftauchte (23.). In Minute 27 fanden die einzigen ernstzunehmenden Offheimer Offensivaktionen statt, als zuerst Dominik Schwertel zu hoch zielte und Leonardo Weiss nur kurze Zeit später in Niklas Muth seinen Meister fand, der stark ins untere Eck abtauchte und zur Ecke klärte.

In der Halbzeitpause musste in beiden Lagern irgendetwas passiert sein. Während der SCO den Eindruck machte, sich nun erst so wirklich mit diesem Fußballspiel zu identifizieren, zogen die SGS-Akteure die Schwimmflügel an. Ein Freistoß von Nils Toffeleit aus 17 Metern direkt zu Beginn des zweiten Durchgangs, den Tom Luca Schücker hielt, war erst einmal die letzte Aktion der Gastgeber. Ab diesem Zeitpunkt war Offheim am Drücker und der Gruppenligaabsteiger kaum wiederzuerkennen, ähnlich wie Schiedsrichter Neil Kenneth Arthur Waterman, der nach guter erster Halbzeit nun fragwürdige und viel zu kleinliche Entscheidungen traf. Offheim setzte die Hausherren oft unter Druck, Selters hatte große Schwierigkeiten aus der eigenen Hälfte herauszukommen. Die Limburger brachten die Kugel immer wieder gefährlich in den Strafraum, scheiterten dort aber an der vielbeinigen SGS-Defensive sowie deren Torhüter Niklas Muth, der spätestens nach 77 Minuten zusammen mit seiner Viererkette der Punktegarant war, als er den Abschluss vom freistehenden Pascal Gerner zur Ecke rettete. In einer ruppigen Schlussphase mit unzähligen Diskussionen, hätte Luis da Conceicao mit seinem Doppelpack das Spiel zu machen müssen, vergab jedoch zuerst freistehend (83.) und traf in der Nachspielzeit die Latte (90.+1), ehe er nach einer Grätsche die Rote Karte hätte sehen müssen (90.+4). Diese bekam dann der eingewechselte Justin Wolter, der weniger bösartig, jedoch genauso unnötig foulte (90.+6).

Nach Abpfiff von Schiedsrichter Neil Kenneth Arthur Waterman, der sich mit seinem Auftritt in der zweiten Hälfte sicherlich keinen Gefallen getan hat, war man nach einer aufregenden Schlussphase auf Seiten der SGS erlöst und feierte die drei Punkte im ersten Spiel. Der Offheimer Auftritt in Hälfte zwei dürfte den Städtern Mut machen, bei ähnlichen Darbietungen in den nächsten Spielen wird es jeder Gegner schwer haben, auch aufgrund der ständigen Offheimer Kommentare auf und neben dem Feld, die nicht nur unsportlich und anstrengend waren, sondern auch ziemlich an den Nerven zerrten. Selters muss sich trotz allem ärgern, das Spiel nicht schon früher entschieden zu haben. Eine bessere Chancenverwertung wird es den SGS-Akteuren in den kommenden Wochen einen Tick einfacher machen, die gewünschten Punkte einzufahren.

Am kommenden Sonntag geht es gegen die SG Kirberg/Ohren, die mit dem RSV Würges bereits den ersten Absteiger besiegt hat.

Selters: Muth, M. Stähler, Müller, Toffeleit, S. Stähler, Maurer, Pabst, Walli, Freihube, Schmidt, da Conceicao (Wolter, Rieth) - Offheim: Schücker, L. Müller, Gerner, R. Müller, Belz, Breidenbach, Schwertel, Roth, Frink, Weiss, Komorek (Pitsch, Klaus, Iscenko) - SR: Watermann (Idstein) - Tore: 1:0 Luis da Conceicao (3.) - Rote Karte: Justin Wolter (90.+4, Grätsche von hinten) - Zuschauer: 75

FSV Hellas Schierstein – SG Selters 1:4 (1:0)
SG Weilmünster/Laubuseschbach – SG Selters II 4:5 (3:1)

von Marius Schönherr

Letzter Spieltag der Gruppenliga Wiesbaden und Kreisliga A Limburg-Weilburg, unterschiedliche Spielorte für die Mannschaften der SG Selters. Während die SG Selters II ihre gute Saison bei der SG Weilmünster/Laubuseschbach beendet, schließt die erste Mannschaft ihren Gruppenligaaufenthalt im Wiesbadener Stadtteil Schierstein ab. Anfänglich noch mit Startschwierigkeiten, liegt die SG Selters auf beiden Plätzen zurück, in Halbzeit zwei drehen die „Wassermänner“ jedoch beide Partien. Was daraufhin im heimischen „Alten Bahnhof“ passiert, sucht seinesgleichen.

Noch vor der Abfahrt nach Schierstein steht fest: Unsere Nachbarn haben uns in der Kreisoberliga vermisst und heißen die SGS mit einem Schriftzug willkommen. Ob man im Endeffekt wirklich von Vermissen reden kann, wenn man seit einer gefühlten Ewigkeit nicht mehr in dieser Liga gegeneinander gespielt hat, steht auf einem anderen Blatt.
Kurz nach der Ankunft in Schierstein flatterten bereits die ersten Tormeldungen der zweiten Mannschaft von ihrem 30 Minuten früher angepfiffenen Spiel herein. Die SG Weilmünster/Laubuseschbach ging früh durch Fabian Hartmann in Führung (6.), doch Mark Freihube glich kurze Zeit später aus (17.). Nun war auch das Spiel auf dem Kunstrasen im heißen Schierstein angepfiffen. Jannik Ernet bescherte seinem Team mit einem Schnittstellenpass auf den gestarteten Justin Wolter die erste große Chance des Spiels, doch Wolters Abschluss war zu harmlos und Ernet selbst scheiterte im Nachgang an Hellas Schlussmann Giovanni Buffone, dessen Name mehr an eine italienische Torhüterlegende erinnert als seine flutschigen Hände, der zur Ecke klärte. Kapitän Samuel Stähler fand den Kopf von Jannik Ernet, der Ball jedoch nicht den Weg ins Netz – drüber (8.). Auch Jan Pabst zielte 120 Sekunden später am Tor vorbei (10.). Beinahe zeitgleich brachte Nils Nickel seine Farben in Laubuseschbach per schönem Fallrückzieher erneut in Führung (37.), ehe Fabian Hartmann noch vor der Halbzeit seinen Doppelpack schnürte und es mit 3:1 in die Halbzeitpause ging.
Von der Halbzeitpause war man in Schierstein bei brütender Hitze noch weit entfernt, als SGS-Keeper Niklas Muth seiner Mannschaft mit einer super Tat das Unentschieden rettete. Benjamin Aziz Nefatti war nach einem Fehler in der Defensive frei durch, fand jedoch in Muth seinen Meister. Als sein kongenialer Offensivpartner Athanasios Nakos fünf Zeigerumdrehungen später frei vor dem Tor auftauchte und zum Erschrecken aller SGS-Beteiligten die Fahne des Linienrichters unten blieb, gingen die Griechen dann doch in Führung (17). Bitter für die Elf von Patrick Jahn und Dominic Voss, die gegen defensiv schwach agierende Gastgeber vor allem im Ballbesitz noch nicht richtig zur Geltung kamen.
Apropos Offensive: Im heimischen Landkreis brachte Colin Jones die SGS II wieder zurück ins Spiel (70.). Die Freude hielt jedoch nicht lange an, denn auch Nils Nickel schaffte den Doppelpack und stellte den alten Abstand wieder her (73.). Bei der Gruppenligabegegnung wurde es unmittelbar vor der Pause nach einer langen Durststrecke, in der beide Teams zeigten, wieso sie die Liga verlassen werden, noch einmal offensiv anschaulich: Jan Pabst zog aus der Distanz ab, wieder war Giovanni Buffone nicht gerade die Sicherheit in Person, verhinderte das Tor aber (39.). Auf der anderen Seite köpfte Stefan Talevski nach einer Flanke knapp vorbei und in der Nachspielzeit lag die Kugel nach einer Flanke Jannik Ernets und einem Kopfball von Dominic Voss im Netz, am Spielstand änderte sich aber nichts, da diesmal die Fahne des Schiedsrichterassistenten nach oben ging; erneut war die Richtigkeit dieser Entscheidung fraglich (45.+2) – Halbzeit.
In der letzten Halbzeitansprache forderte das Trainerduo Jahn/Voss die drei Punkte und machte seinem Team deutlich, dass der Auswärtssieg an diesem Nachmittag möglich war. Wie möglich dies war, machte Dominic Voss selbst nach 57 Minuten deutlich, als Yannik Walli über rechts durch war und ihn bediente; der Ausgleich. Im Taunus tat es die Reservemannschaft seiner ersten Mannschaft gleich, Nico Rossel (82.) und Tom Rieth (86.) besorgten mit einem Doppelschlag den Ausgleich in der Schlussphase der Kreisliga A. Und dann wurde es – klammerte man den Abstieg an diesem Sonntag einmal aus – märchenhaft; Stichwort Doppelschlag: Diesen realisierten in der Landeshauptstadt Jannik Ernet und Justin Wolter. Wolter „fuddelte“ sich durch die Abwehr des FSV und die Kugel landete bei Ernet, der einschob (63.), ehe Yannik Walli erneut von der rechten Seite einen Abnehmer in der Mitte fand und Wolter für eine kleine Vorentscheidung sorgte (64.). Als Nico Homburg quasi zum selben Zeitpunkt der SGS-WhatsApp-Gruppe mitteilte, dass Oliver Tausch in seinem letzten Spiel für die „Wassermänner“ in der 88. Minute den Siegtreffer erzielte und die SG Selters II somit die Saison auf Platz sechs beendet, war der Moment perfekt. Nun galt es für den Letztplatzierten, die Führung ins Ziel zu bringen, um den Sonntag zu veredeln. Niklas Muth hielt nach 75 Minuten das Ergebnis gegen Athanasios Nakos fest, bevor der eingewechselte Luis da Conceicao nach einem Bock in der Hellas-Defensive das leere Tor anvisierte und den 1:4-Endstand klarmachte.
Doch in Schierstein war trotz des Sieges nicht alles perfekt: Die einzig kalte Kiste Bier von Hellas war nur ein Tropfen auf beziehungsweise in durstigen SGS-Leibern, glücklicherweise half der SV Schierstein seinen „Mitbewohnern“ aus und stellte gekühlten Gerstensaft zur Verfügung. Als der SG-Bus mit guter Laune ins heimische Selters geklappert war und sich alle im „Alten Bahnhof“ versammelt hatten, folgte ein Fest in der vertrauten Kneipe, welches man bei allen Teilnehmern während der langen Coronazeit schmerzlich vermisste. Es fehlte an nichts, die Kaltgetränke flossen in Strömen, die Nachbarn mussten mit dem Gesang zurechtkommen und das scheidende Trainerduo um Patrick Jahn und Dominic Voss sorgte mit einer umgedichteten SG-Version eines aktuell sehr bekannten „Flipper“-Liedes für einen Schmankerl.

Nun heißt es drei Wochen Kräfte tanken, ehe das neue Trainerteam um Benjamin Maurer, Stefan Rieth, Stefan Kloft und Martin Fuhrmann Anfang Juli wieder zum Tanz bittet.
Die SG Selters verabschiedet sich in die Sommerpause und freut sich, ihre Fans in der neuen Saison auf den heimischen sowie fernen Sportplätzen begrüßen zu dürfen.

SG Selters II – FSG Dauborn/Neesbach 0:1 (0:0)

 

Zum ersten Spieltag in die Saison 2022/2023 ist mit der FSG Dauborn/Neesbach direkt ein Aufstiegskandidat zu Gast in Niederselters. Das Spiel, was sicherlich nicht das beste Niveau hat, ist über 90 Minuten lang spannend und umkämpft. Am Ende reicht der FSG ein überragendes Fallrückziehertor – ein Augenschmaus, der über die restliche Zeit des Spiels zumeist ausbleibt.

 

Die SG Selters II, die mit vielen Ausfällen in die Partie gehen musste, hatte direkt zu Beginn an defensiv zu tun. Daniel Helfenstein schloss aus kurzer Distanz ab, SGS-Schlussmann Danny Belke parierte aus 5 Metern stark (8.). Auch 60 Sekunden später war Belke zur Stelle, als Sargon Odisho nach einem Freistoß aufs Tor köpfte. Insgesamt waren die Gäste offensiv präsenter als die SGS II, hatte aber zumeist Probleme, die Abschlüsse platziert aufs Tor zu bringen. Nach knapp einer Viertelstunde war es die Latte, die die Führung für die FSG verhinderte: Nach einem Fehler in der Defensive knallte Tim Jäger die Kugel aus acht Metern ans Aluminium (14.). Die SGS-Reserve fungierte zumeist mit langen Bällen auf Stürmer Johannes Brühl, oftmals wurden diese jedoch abgefangen oder, wie in Minute 33, von Schiedsrichter Yannick Silbereisen unterbunden, der mindestens einmal äußerst strittig auf Abseits entscheid. Kurz darauf war es wieder Dauborn/Neesbach, die der Führung nah waren, aber erneut an Danny Belke scheiterten, diesmal in Person von Tim Jäger, der es bereits zum zweiten Mal versuchte. Auch der Nachschuss von Sebastian Frassmann fand bei Belke ein Ende. Eine Situation, in der viele Gästefans bereits den Torschrei auf den Lippen hatten.

 

Dieser wurde kurz nach dem Seitenwechsel Wirklichkeit; aber dieses Tor hatte auch wirklich einen unfassbar lauten Schrei verdient: In Folge einer Ecke setzte Sargon Odisho zum Fallrückzieher an und versenkte den Ball durch perfekte Ausführung im langen Eck (52.). Ein Treffer, der, wenn er denn gefilmt worden wäre, Kandidat zum „Tor des Monats“ gewesen wäre. Odisho war es aber auch, der knapp zehn Zeigerumdrehungen später frühzeitig die Dusche hätte aufsuchen müssen: Felix Vormann war frei durch, Sargon Odisho riss ihn als letzter Mann um und verhinderte womöglich eine große Chance zum Ausgleich für die SG Selters II. Schiedsrichter Silbererisen beließ es bei dem Gelben Karton (63.). So schaffte es die Fußballspielgemeinschaft, die knappe Führung über die Ziellinie zu drücken.

 

Nach einer aufbrausenden Schlussphase nahmen die Gäste die drei Punkte verdient mit über den Berg. Das Selterser Trainerteam um Martin Fuhrmann und Stefan Kloft kann auf der kämpferischen Leistung seiner Jungs aufbauen, die FSG Dauborn/Neesbach muss spielerisch sicherlich noch eine Schippe drauflegen, will man auch diese Saison am Ende im Aufstiegsrennen mitmischen.

Für Selters II geht am Sonntag beim VFR Limburg 07 II weiter.

 

Selters: D. Belke, Kriesche, Kloft, C. Rossel, Gotthardt, Vollbracht, Brunner, J. Brühl, Homburg, Vormann, Grohmann (Weber, M. Brühl, Schardt) - Dauborn/Neesbach: Müller, Hofmann, Göpfer, Jäger, Hohly, Jones, Frassmann, Bozan, D. Helfenstein (S. Helfenstein, Zedan, Wind) - SR: Silbereisen (Limburg) - Tore: 0:1 Sargon Odisho (52.) - Zuschauer: 65

SG Selters - VfB Unterliederbach 2:4 (1:1).

VON MARIUS SCHÖNHERR

Nach einer zweiwöchigen Spielpause ist zum letzten Heimspiel der VfB Unterliederbach zu Gast in Oberselters. Nach der emotionalen Verabschiedung des Trainerteams geht die SGS früh in Führung, muss sich aber am Ende gegen einen Gegner geschlagen geben, der im zweiten Durchgang einen Zahn zulegt und schlichtweg den einen Tick besser als die tapferen Selterser ist. Das 2:4 ist im Endeffekt aber sicherlich kein Beinbruch.

Vor dem Anpfiff am schwülen Winterholz standen Reden, Geschenke und Fotos auf dem Tagesplan. Die Mannschaft, die Fans und der Vorstand verabschiedeten, untermalt mit einer Rede des SVO-Vorstandsvorsitzenden Peter Bieker, sein Trainerteam um Dominic Voss und Patrick Jahn. Dominic Voss, der nach dem Ausscheiden von Spielertrainer Moritz Steul im letzten Jahr das Amt übernahm, verabschiedet sich mit 37 Jahren in die Fußballrente. Auch Patrick Jahn, der seit vielen Jahrzehnten eng mit der SG Selters verbunden ist und die erste Mannschaft im Jahr 2016 übernommen hatte, legt sein Amt nieder.

Doch es wurde auch gegen den Ball getreten an diesem Nachmittag. Die erste Chance ging auf das Konto des VfB, und die hatte es direkt in sich: Nach einer Flanke von Caner Yesil schloss Dorian Miric in der Mitte ab, Niklas Muth klärte prächtig zur Ecke (5.). Bei der SG Selters landete die erste Chance direkt im Tor: Jannik Ernet passte in den Strafraum auf den freistehenden Fabian Fuchs, der die Kugel annahm und in die Maschen beförderte – 1:0 (11.). Die Führung für die Gastgeber hielt nicht lange, denn auch auf der anderen Seite stand Dorian Miric viel zu frei und nickte ein (13.). In der Folgezeit der ersten Halbzeit war Nennenswertes rar gesät, der Favorit aus Unterliederbach hatte Probleme, Kreativität auf den Platz zu bringen und der SGS blieb es verwehrt, gefährliche Chancen zu erarbeiten. Dennoch hatten vor allem die Gastgeber spielerische Lichtblicke zu setzen. Erst zu Beginn der zweiten Hälfte stellte Antonio Bianco die Zeichen auf Auswärtssieg, als er von der rechten Angriffsseite bedient wurde (52.). Die „Wassermänner“ glichen keine zehn Minuten später beinahe in Person von Justin Wolter aus, doch nachdem Jannik Ernet Yannik Walli auf die Reise schickte und dieser zu Wolter vor das Tor passte, traf er den Ball nicht (61.). Stattdessen sorgte Dorian Miric mit seinem Doppelpack für die Vorentscheidung (69.), welche kurz vor dem Ende dann doch noch einmal auf der Kippe stand: Nachdem Niklas Muth nach 79 Minuten bei einem Distanzschuss von Atahan Salmanels gut parierte, wurde es in den Schlussminuten noch einmal spannend. Benjamin Maurer ging über die linke Seite ins Dribbling und passte auf Luca Jeck, der den Ball am Torhüter vorbeispitzelte, und Luis da Conceicao diesen schlussendlich über die Linie drückte (87.). Doch auch diese Spannung keimte gar nicht erst richtig auf, denn eine Zeigerumdrehung später machte der eingewechselte David Bender mit einem Schuss ins rechte Eck den 2:4-Endstand klar. 

Nach Abpfiff des guten Schiedsrichters Nils Schock war dieses 2:4 auch dem Spielverlauf entsprechend, auch wenn sich die Selterser einmal mehr als charakterstark erwiesen hatten.

Nach dem Auftritt beider SGS-Teams standen Feierlichkeiten zum Saisonabschluss an: Neben gezapftem Bier und einem kleinen Buffet stand von nun an die Party im Vordergrund. Am kommenden Sonntag geht es zum letzten Saisonspiel nach Schierstein, bevor den scheidenden Trainern Dominic Voss und Patrick Jahn in der folgenden Saison das neue Trainerteam um Benjamin Maurer und Stefan Rieth folgt, welches gerne eine ähnliche Ära prägen möchte.

Selters: Muth, M. Stähler (62. da Conceicao), Toffeleit (70. Schmidt), Fuchs, S. Stähler, Wolter, Maurer, Pabst, Walli, Ernet, Voss (79. Jeck) - Unterliederbach: Wagner, Ali, Turan, Miric, Asbai, Bachiri (54. Guersoy), Latifi, Salmanel, Ce. Yesil (73. Bender), Biacno, Ca. Yesil - SR: Schock (Riedstadt) - Tore: 1:0 Fabian Fuchs (11.), 1:1 Dorian Miric (13.), 1:2 Antonio Bianco (52.), 1:3 Dorian Miric (69.), 2:3 Luis da Conceicao (86.), 2:4 David Bender (87.) - Zuschauer: 100

   

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