FC Bierstadt - SG Selters 8:1 (6:0).

VON MARIUS SCHÖNHERR

Der Aufwärtstrend, der in den letzten Wochen zweifellos zu erkennen war, sollte die SG Selters im Auswärtsspiel gegen den FC Bierstadt endlich zu den ersten drei Punkten tragen. Am Sonntagnachmittag kommt im Wiesbadener Stadtteil jedoch alles anders. Vor allem in der eigenen Hälfte lässt die SGS alles vermissen, was man für ein erfolgreiches Spiel braucht. Mit dem ersten Gegentor ergeben sich die "Wassermänner" ihrem Schicksal und bekommen beim 1:8 eine heftige Tracht Prügel. Dass die Gastgeber vier Treffer nach Eckbällen erzielen, sagt schon vieles aus. Auch die Einstellung einiger Spieler wirft Fragen auf.  

Den ersten Abschluss des Spiels verbuchte Mark Fries, der jedoch viel zu hoch zielte (4.). Die Gäste machten in der Anfangsphase auf dem Kunstrasenplatz in Bierstadt ein tolles Spiel, was Hoffnung gab. Vor allem die Standards kamen gefährlich vor den gegnerischen Kasten, ins Netz wollte die Kugel jedoch nicht. Auch nicht, als eine Ecke von Samuel Stähler bei Nils Toffeleit landete, dessen Kopfball abrutschte und Mark Freihube in der Folge nicht zum Abschluss kam (11.). In den Folgeminuten sollte der aus SGS-Sicht katastrophale Nachmittag seinen Lauf nehmen. Renato Pereira bekam nach einem Eckstoß die Kugel vor die Füße und stocherte diese über die Linie zur Führung (15.). Die SGS, sichtlich geschockt vom Gegentor, machte in dieser Phase einen maximal mittelklassigen Gegner stärker als nötig. Es gelang fast nichts mehr, die meisten Zweikämpfe gingen, wie übrigens jeder Ball, der versucht wurde nach vorne zu spielen, an den FC Bierstadt. Die Wiesbadener drehten nun richtig auf und überrollten den Gast aus Selters. Paulo Gombert verzog noch völlig freistehend (26.), ehe Renato Pereira 60 Sekunden später auf 2:0 stellte. Noch vor der Pause erhöhte Bierstadt teilweise auf einfachste Art und Weise durch Doppelpacker Paulo Gombert (32., 33.), Mark Fries (38.) und Renato Pereira (42.) auf 6:0. Gegenwehr? - Fehlanzeige. Sechs Gegentore, allesamt auf dem Silbertablett serviert - Bierstadt durfte sein Glück kaum fassen. Inmitten der ganzen Treffer versucht es Yannik Walli auf der anderen Seite zwei Mal – vergeblich.

Halbzeit zwei begann, wie Halbzeit eins geendet hatte. Nils Köritzer traf nach einem Eckstoß per Kopf zum 7:0 (48.). Im weiteren Verlauf des zweiten Durchgangs hatte Selters dann zumindest einige Torchancen. Moritz Steul versuchte es mit einem guten Schuss aus 20 Metern aus halblinker Position, Keeper Colin Besier klärte zur Ecke, welche Mark Freihube nur haarscharf am kurzen Pfosten vorbeiköpfte (54.). In Minute 67 machte Renato Pereira seinen Viererpack perfekt, als er nach einer Ecke im Fünfmeterraum den Ball annehmen durfte und das 8:0 erzielte – übrigens das vierte Tor nach einer Ecke für die Bierstädter. Eine Minute vor dem Ende erzielte Justin Wolter den Ehrentreffer für die „Wassermänner“, als er im Mittelfeld den Ball eroberte und nach einem Dribbling flach einnetzte. Es war wirklich das einzige Positive aus Selterser Sicht 

Nach Abpfiff von Schiedsrichter Rajinder Mahey, der mit seinem Gespann sehr gute Arbeit leistete, waren alle, die mit der SG Selters an diesem Nachmittag zu tun hatten, erlöst. Erklärbar war dieses peinliche Auftreten für niemanden. Der Auftritt in Bierstadt wirft einige Fragen auf, die das Team am kommenden Sonntag in Oberselters gegen die SG Oberliederbach mit einer Reaktion beantworten werden muss. 

Bierstadt: Besier, Hänsel, Fries (60. Carrera), Köritzer, Calogero, Bagdatli (80. Schneider), Mernberger, Gombert, Bauschke, Pereira, Rivera - Selters: Muth, Müller, Toffeleit, da Conceicao (29. Steul), S. Stähler, Wolter, Maurer, Pabst, Walli, Freihube (66. Freppon), Schmidt - SR: Mahey (Frankfurt am Main) - Tore: 1:0 Renato Pereira (15.), 2:0 Renato Pereira (27.), 3:0 Paulo Gombert (32.), 4:0 Paulo Gombert (33.), 5:0 Mark Fries (38.), 6:0 Renato Pereira (42.), 7:0 Nils Koeritzer (48.), 8:0 Renato Pereira (67.), 8:1 Justin Wolter (89.) - Zuschauer: 70.

SG Selters - SG Hoechst 2:4 (1:3).

VON MARIUS SCHÖNHERR

Zum elften Spieltag ist Traditionsverein SG Hoechst zu Gast in Oberselters. Nach der 2:6-Niederlage in Diedenbergen, bei der man schon einige gute Ansätze gesehen hatte, legt die SG Selters noch einmal eine Schippe drauf. Obwohl man erneut unnötigerweise in einen Zwei-Tore-Rückstand gerät, gestaltet man das Spiel auf dem Kunstrasen in Oberselters lange spannend. Am Ende fehlt neben der Kaltschnäuzigkeit vor dem Tor nicht viel, um zumindest einen Punkt in der Heimat zu lassen. Das 2:4 dürfte aber dennoch Hoffnung geben, dass die Talfahrt bald ein Ende haben könnte.

Die SG Hoechst wurde von Beginn an ihrer Favoritenrolle gerecht. Bereits nach acht Minuten hatte Hamza Bouchen den ersten Abschluss, der jedoch viel zu harmlos war. Die Gäste drückten die SG Selters tief in die eigene Hälfte und die Defensive hatte – man war es aus den Spielen der letzten Wochen bereits gewohnt – alle Hände voll zu tun. Doch auch die Gastgeber waren in des Gegners Hälfte aktiv, Yannik Walli versuchte es aus 24 Metern, Torhüter Mustafa Kara parierte (16.). 120 Sekunden später hatte Selters noch Glück, als Julien Antinac nach einer Flanke knapp verfehlte, kurze Zeit später machte er es aber mit einem Schuss ins lange Eck besser, als er in Folge eines Fehlers zum Abschluss kam und Niklas Muth im Kasten der SGS keine Chance ließ – 0:1 (19.). Hoechst war in dieser Phase des Spiels brandgefährlich; und Selters zu weit weg von den Gegenspielern. Nach 25 Minuten köpfte Eren Duban völlig freistehend in Richtung Tor, Yannik Walli rettete auf der Linie. Zwei Minuten später kam Anas Amjahid in Folge einer abgewehrten Ecke aus 20 Metern zum Schuss und versenkte den Ball unnachahmlich mit einem Strahl in den Maschen (27.). Nach einer halben Stunde schalteten die Gäste einen Gang zurück und Selters war zur Stelle. Samuel Stähler brachte einen Freistoß von der Seitenauslinie in Richtung Strafraum, der Ball kam einmal im Sechszehner auf und Dominic Voss besorgte den Anschlusstreffer, indem er mit Köpfchen das Spielgerät über Keeper Kara ins Netz köpfte (35.). Nur vier Minuten später hatte Yannik Walli Ausgleich auf dem Schlappen: Marvin Schmidt passte zu Dominic Voss, der den Ball zu Walli weiterleitete, dessen erster Kontakt jedoch nicht ganz optimal war und so der gegnerische Torhüter Kara den Abschluss zur Ecke klärte. Bitter für die Mannschaft von Patrick Jahn und Dominic Voss, dass Julien Altinac kurz vor dem Halbzeitpfiff nach einem Eckstoß seinen Doppelpack schnürte und den 1:3-Halbzeitstand klarmachte (45.). Die Art und Weise der Gegentore war aus heimischer Sicht wieder einmal zum Haare raufen. 

Hoechst kam entschlossen aus der Kabine und war gewillt, das Spiel endgültig zu entscheiden. Wieder war es Anas Amjahid, der es aus der Distanz versuchte, diesmal war Niklas Muth im kurzen Eck zur Stelle (52.). Die beste Chance bis dorthin verbuchte Moritz Steul, der stark von Comebacker Justin Wolter in Szene gesetzt wurde, seinen Schuss aber zu zentral platzierte - keine Probleme für Mustafa Kara (55.). Mitte der zweiten Halbzeit wurden dann die Hausherren wieder besser, denn sie spürten: Hier war noch was drin. Nach 68 Minuten war es erneut Dominic Voss, der per Kopf erneut den Anschlusstreffer erzielte. Diesmal kam die Vorlage zwar von der anderen Seite, wieder war es jedoch ein Freistoß, getreten von Luis da Conceicao. Selters versuchte in der Folge alles, um das dritte Tor an diesem Nachmittag zu erzielen, es sollte aber nicht gelingen, auch wenn bei einigen Kontern die Chance größer war als sie auf den ersten Blick schien. Auf der anderen Seite gelang es hingegen Marius Antinac, das Spiel mit einem wunderbarem Lupfer vom Strafraumeck zu entscheiden – 2:4 (83.). In der Nachspielzeit versuchte es Yannik Walli noch einmal aus spitzem Winkel, konnte aber am Endstand nichts mehr ändern. 

Nach Abpfiff des guten Schiedsrichters Marcel Uhl stand eine Niederlage, die auf Seiten der SG Selters eine Menge Mut machen wird. Spielerisch agierten die "Wassermänner" so gut wie lange nicht und vor allem nach vorne war es eines der besten Spiele in dieser Saison. Ebenfalls erfreulich: Die Mannschaft zeigte, dass sie noch lebt, gab zu keiner Zeit auf, muss sich aber weiterhin ankreiden lassen, an ihrer zu hohen Zahl an individuellen Fehlern zu scheitern. 

Am kommenden Sonntag geht es für die SG Selters zum FC Bierstadt. 

Selters: Muth, Müller, Toffeleit, da Conceicao, S. Stähler, Wolter (86. Vormann), Pabst, Walli, Voss, Schmidt (82. Annecke Petri) - Hoechst: Kara, Duban, Enders, Koustar, Bouchen (61. M. Antinac), J. Antinac (59. Kocur), Khaldi, Garces Tezada, Amjahid (70. Sanchez-Mendez), El Ouardani, Müller - SR: Uhl (Maintal) - Tore: 0:1 Julien Antinac (19.), 0:2 Anas Amjahid (27.), 1:2 Dominic Voss (35.), 1:3 Julien Antinac (45.), 2:3 Dominic Voss (68.), 2:4 Marius Antinac (83.) - Zuschauer: 90.

SG Nassau Diedenbergen - SG Selters 6:2 (1:1).

VON MARIUS SCHÖNHERR 

Zum zehnten Spieltag der Saison ist die SG Selters bei der SG Nassau Diedenbergen zu Gast. Auf dem Kunstrasen zeigt sich die SGS stark verbessert, kann jedoch erneut nichts Zählbares mit nach Hause nehmen. Am Ende kommt man mit 6:2 unter die Räder. 

Das aufgrund der Niederselterser Kirmes von rund 60 eigenen Zuschauern unterstützte Team von Patrick Jahn und Dominic Voss kam gut ins Spiel, musste aber bereits nach neun Minuten den ersten Rückschlag hinnehmen: Eine Ecke von Sam Wartusch landete auf dem Kopf von Timo Grünewald - 1:0 (9.) - das alte Lied: Erster Ball aufs Tor, erstes Gegentor. Bereits 120 Sekunden später hatte Darko Milicic das 2:0 auf dem Fuß, als er nach einem Pass in die Tiefe auf und davon war, den Ball jedoch nicht richtig traf. Auf der anderen Seite hatte Yannik Walli den ersten Abschluss, setzte die Kugel aber weit am Tor vorbei (13.). In den Folgeminuten hatte die SGS-Defensive eine Menge Glück, insgesamt trafen die Gastgeber vier Mal das Aluminium in den ersten 45 Minuten, unter anderem Kapitän Abdelilah Bentaayate mit einem Schuss aus 23 Metern (37.). Auch SGS-Keeper Niklas Muth verhinderte Schlimmeres, als er zuerst eine aufs Tor gezogene Ecke von Sam Wartusch auf der Linie fing (19.) und gegen Timo Grünewalds Schuss zur Stelle war (26.). Eine Zeigerumdrehung später war erneut das Aluminium-Glück auf der Selterser Seite, diesmal in der Offensive. Yannik Walli zog von rechts stramm ab, Keeper Frederick Hiebinger flutschte der Ball durch und dieser ging über die Linie - der Ausgleich (27.). Die SGS war ab diesem Zeitpunkt das bessere Team, wurde im Spiel nach vorne aber nicht zwingend genug und verpasste die Genauigkeit beim letzten Pass. Dennoch hatte der Auftritt Mut für den zweiten Durchgang gegeben. 

Auch die zweite Hälfte startete der Gast entschlossen. Ärgerlich, dass die Hereingabe Yannik Wallis an Freund und Feind vorbeiging, denn da war deutlich mehr drin (52.). Einen Augenblick später machte es der Widersacher - wie so oft - besser. Alexander Müller überrannte auf der rechten Seite die SGS-Defensive und fand mit seiner Flanke Darko Milicic, der das 2:1 machte (53.). Selters gab sich nicht auf. Dominic Voss leitete einen hohen Pass von Marvin Schmidt mit dem Kopf auf Yannik Walli weiter, dessen Versuch Frederick Hiebinger zur Ecke klärte (58.). Nur zwei Minuten später sorgte Darko Milicic mit seinem Doppelpack für eine kleine Vorentscheidung, als er erneut nach einer Flanke einnetzte (60.). Bei einer Mannschaft, die mit einem Punkt am Tabellenende der Gruppenliga steht, würde man nun sicherlich den kompletten Einbruch erwarten, die „Wassermänner“ kamen aber erneut zurück. Der eingewechselte Moritz Steul schickte Yannik Walli mit einem gut getimten Pass auf die Reise, der den Ball eiskalt an seinem Gegenüber einschob (68.). Im direkten Gegenzug setzten die Gastgeber den Gast aus Selters dann endgültig schachmatt. Sam Wartusch behauptete sich im Strafraum und schloss ins lange Eck ab; keine Chance für Schlussmann Niklas Muth (69.). In der Schlussphase besiegelten dann Addelilah Bentaayate per Hacke (82.) und Timo Grünewald, erneut nach einer Hereingabe von außen (88.), den 6:2-Endstand. 

Nach Abpfiff von Schiedsrichter Patrick Werner stand also die nächste Niederlage auf Seiten der SG Selters fest. Das 6:2 sieht natürlich am Ende erneut nach einer klaren Sache aus, die es, betrachtet man alleine die Alu-Treffer der Gastgeber, auch war. Die angezählten Akteure der SG Selters lieferten jedoch eine gute Partie ab und bedankten sich am Ende bei etwa 60 mitgereisten Selterser Zuschauern für die tolle Unterstützung. Insgesamt zehn Kisten Bier offenbaren weiterhin, dass sowohl Zuschauer als auch Mannschaft intakt sind. Nur sportlich läuft's halt eben nicht.  

Am Sonntag in einer Woche ist die SG Höchst zum ersten Saisonspiel auf dem Oberselterser Kunstrasen zu Gast. 

Diedenbergen: Hiebinger, Kayser, Stenz, Müller (70. Potlitz), Grünewald, Milicic, Wartusch (77. Friedrich), Weller, Bentaayate, Bär, Korominas - Selters: Muth, M. Stähler (57. Schmidt), Müller, Toffeleit, da Conceicao, S. Stähler, Maurer, Pabst (65. Steul), Walli, Freihube, Voss - SR: Werner (Nauheim) - Tore: 1:0 Timo Grünewald (9.), 1:1 Yannik Walli (27.), 2:1 Darko Milicic (53.), 3:1 Darko Milicic (60.), 3:2 Yannik Walli (68.), 4:2 Sam Wartusch (69.), 5:2 Abdelilah Bentaayate (82.), 6:2 Timo Grünewald (88.), Zuschauer: 100.

SG Selters II – SG Villmar/Arfurt/Aumenau 1:1 (1:0).

VON MARIUS SCHÖNHERR 

Nach der hohen Niederlage in Steinbach ist eine Woche später die SG Villmar/Arfurt/Aumenau zum ersten Spiel nach dem Umzug auf den Oberselterser Kunstrasenplatz zu Gast. Selters II zeigt eine gute Reaktion und liefert insgesamt ein gutes Spiel ab. Nachdem man in Halbzeit eins in Führung geht, schaffen es die Gäste, das Spiel im zweiten Durchgang ausgeglichen zu gestalten. Am Ende ist die 1:1-Punkteteilung gerechtfertigt.

In einer gut anzuschauenden Partie musste sich das Team von Stefan Rieth und Stefan Kloft vorerst defensiv unter Beweis stellen. SGS-Schlussmann Nicolas Keim wart zweimal zur Stelle, als er zuerst einen Freistoß von Felix Kremer im Nachfassen sicherte (10.), und anschließend einen Abschluss David Sprengers, der über rechts durchgebrochen war, zur Ecke klärte (13.). Zwei Minuten später war es Philipp Laux, der nach einem Missverständnis zu hoch zielte. Auf Selterser Seite hatte Colin Jones den ersten Abschluss, sein Freistoß aus etwa 18 Metern flog jedoch über das Gehäuse. Die Anfangsphase war mit einer Menge Torraumszenen versehen, auch Henning Gotthardt versuchte sein Glück nach Anspiel von Johannes Heidrich – zu zentral (20.). Nach 23 Minuten war der am schönsten herausgespielte Torversuch dann auch drin: Luca Jeck schlenzte aus dem Zentrum den Ball in Richtung Strafraum, Marvin Annecke Petri leitete gekonnt mit der Brust zu Christian Roos weiter, der zum 1:0 ins lange Eck einnetzte. Luca Jeck war es auch, der sechs Zeigerumdrehungen später erneut Marvin Annecke Petri in Szene setzte, der den Ball jedoch ans Außennetz schoss. Die Gastgeber hatten in der zweiten Hälfte des ersten Durchgangs das Spiel im Griff, einzig Moritz Müller verzeichnete auf Seiten der Gäste noch einen Torversuch, den Nicolas Keim aber problemlos entschärfte (36.). Kurz vor dem Pausentee trat Colin Jones erneut zum Freistoß an, setzte diesen jedoch an den Außenpfosten - ärgerlich für die "Wassermänner". 

Unmittelbar nach dem Seitenwechsel versuchte sich Jones erneut mit einem ruhenden Ball, verfehlte aber den rechten Torwinkel (47.). Ärgerlich für die Reserve der SG Selters, dass man den Gast immer wieder durch individuelle Fehler zu Torchancen einlud. So auch in der 55. Spielminute, als Felix Kremer in Folge eines solchen Fehlers auf die Reise geschickt wurde und an Nicolas Keim scheiterte, der die Situation aber nicht vollständig entschärfte. Die - man möchte das Wort in diesen Zeiten fast ungern bei sportlichen Themen benutzen - zweite Welle dieser Situation landete nach einem weiteren Abschluss vor den von Füßen von Patrick Zanner, der einfaches Spiel hatte und nur noch abstauben musste – 1:1 (56.). Der Ausgleichstreffer spielte den Gästen natürlich in die Karten, denn sie rissen das Spiel ein wenig mehr an sich. Alexej Jaick versuchte sein Glück nach einem Eckstoß, sein Kopfball flog am Objekt der Begierde vorbei (66.). In der Schlussphase des insgesamt guten A-Liga-Spiels hatten beide Mannschaften nur noch Halbchancen, es wurde aber auf beiden Seiten bis zur letzten Minute versucht, den Dreier einzufahren. Die beste Chance in den Schlussminuten hatte Patrick Zanner mittels eines Freistoßes aus 20 Metern, den Nicolas Keim entschärfte (85.). Auf der Gegenseite versemmelten Marvin Annecke Petri und Felix Vormann eine mehr als aussichtsreiche Kontergelegenheit (89.). 

Nach Abpfiff von Schiedsrichter Thomas Noll stand ein leistungsgerechtes Unentschieden zu Buche. Die Akteure der SG Selters II zeigten trotz weiterhin dünner Personaldecke eine Leistung, auf die sie auf der einen Seite stolz sein durften, und auf der es sich auf der anderen Seite weiter aufbauen lässt. Auch die Gäste der SG Villmar/Arfurt/Aumenau dürften nach schwierigen letzten Wochen, in denen es sportlich betrachtet reichlich Prügel einzustecken galt, viel Positives mit aus Oberselters in die Heimat nehmen. 

Am kommenden Sonntag geht es für die SGS II zum TuS Drommershausen.

Selters: Keim, Heidrich, Fuchs, Freisinger, Gotthardt, Jones, Jeck, Roos, Annecke Petri, Vormann, E. Fröhlich (D. Belke, Kloft, N. Belke) - Villmar/Arfurt/Aumenau: Daoulas, Falk, Gehrig, Buchmann, Jaick, Müller, Laux, Zanner, Kremer, Ritter, Sprenger (Dietrich, Marks, Schütz, Janz) - SR: Noll (Kelsterbach) - Tore: 1:0 Christian Roos (23.), 1:1 Patrick Zanner (56.)  - Zuschauer: 60.

SG Selters – RSV Würges 0:2 (0:2).

VON MARIUS SCHÖNHERR

Nach der Niederlage in Kastel und dem Weiterkommen im Pokal unter der Woche in Linter geht es am neunten Spieltag im Kellerderby in Niederselters gegen den RSV Würges. Nach einer erschreckend schwachen ersten Hälfte zeigt sich Selters in der zweiten Halbzeit stark verbessert, bekommt aber trotz vieler Chancen den Ball nicht im Netz unter. So reicht dem RSV eine gute halbe Stunde zu Beginn des Spiels, um mit drei Punkten nach Hause zu fahren.

Die erste Chance auf dem rutschigen Selterser Rasenplatz ging an die Hausherren: Yannik Walli bediente über links Moritz Steul vor dem Tor, der mit seinem Versuch an RSV-Schlussmann Leon Kröller hängenblieb (3.). Auf der anderen Seite hieß es nach zwölf gespielten Minuten 0:1, als Alen Nukovic seinem Bewacher entwischte und einnetzte - wieder ein früher Rückstand, der das ohnehin schon angeknackste Selbstvertrauen weiter herunterziehen sollte. Drei Minuten später versuchte sich Mark Freihube aus der Ferne – vorbei (15.). In der Folge hatte Milos Jovanovic mehrfach die Möglichkeit, den Spielstand in die Höhe zu schrauben, doch zuerst scheiterte er am Pfosten (21.) und wenig später an Niklas Muth (29.), ehe er dann doch einnetzte: Jovanovic bekam im Mittelfeld das Spielgerät, setzte ungestört zum Dribbling an und besorgte das 0:2 für Würges, welches die Gäste beruhigt in die Pause gehen ließ. Selters wirkte derart verunsichert, dass man kein Prophet sein musste, um zu wissen, dass eine stärkere Mannschaft bereits zum Pausentee für ganz klare Verhältnisse gesorgt hätte.

Zu Beginn der zweiten Halbzeit überließ der RSV Würges den Hausherren das Spiel, die nun nach und nach zu Chancen kamen. Die erste Möglichkeit hatte Moritz Steul nach einer Ecke, als er aus der Luft abzog, das Objekt der Begierde aber knapp verfehlte (52.). Auch Benjamin Maurer hatte keinen Erfolg, als er 17 Meter vor dem Tor sein Glück versuchte (58.) und einige Zeit später aus 20 Metern an Keeper Kröller scheiterte (75.). Die weit aufgerückte SGS-Mannschaft eröffnete den Gästen natürlich Räume zum Kontern, die diese jedoch allesamt verstolperten und so die Vorentscheidung ausließen. Kurz vor dem Ende der regulären Spielzeit lag der Ball dann im RSV-Tor, Schiedsrichter Krämer entschied jedoch auf Stürmerfoul (87.) und so blieb es beim 0:2, da auch Samuel Stähler 60 Sekunden später knapp vorbeischoss. 

Nach Abpfiff von Schiedsrichter Aaron Kremer steht die SG Selters weiterhin ohne Sieg da. In Hälfte zwei tat man bis zum Schluss alles dafür, den Anschlusstreffer zu erzielen, scheiterte aber immer wieder – das Spielglück befindet sich aktuell einfach nicht im Trikot der SG Selters. Andererseits war es aber nun mal auch Fakt, dass es eine Leistung wie im ersten Durchgang verbietet, Zählbares aus einem solch wichtigen Spiel mitzunehmen. Dem RSV Würges hingegen reichte eine vernünftige erste halbe Stunde, um einen letztlich gerechten Sieg einzufahren.

Bereits am Donnerstag geht die Jagd nach dem ersten Sieg bei Nassau Diedenbergen weiter.

Selters: Muth, M. Stähler (57. Pabst), Müller, da Conceicao (72. Voss), S. Stähler, Maurer, Steul, Walli, Vollbracht (39. Toffeleit), Freihube, Tausch - Würges: Kröller, Häder, Hecht (81. Erwe), Uran, Akcakaya, Nukovic, Jovanovic (90. Münstermann), Abarkan, Din, Harmouch, Guerreiro Chaparro (57. Brands) - SR: Krämer (Frankfurt am Main) - Tore: 0:1 Alen Nukovic (12.), 0:2 Milos Jovanovic (32.) - Zuschauer: 120. 

   

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