FC Eddersheim II - SG Selters 6:0 (1:0).

VON MARIUS SCHÖNHERR 

Nach der ärgerlichen Derby-Niederlage in Würges geht es für die SG Selters am Sonntag zur Hessenliga-Reserve des FC Eddersheim. Beide Teams befinden sich im Niemandsland der Gruppenliga-Tabelle, Eddersheim in den oberen Regionen, während die SGS bereits sicher abgestiegen ist. Nachdem sich Selters in der ersten Halbzeit noch ordentlich verkauft, geht spätestens mit Beginn der zweiten Hälfte alles bergab. Und dass gegen einen Kontrahenten, der zwar fußballerisch stark, aber nicht wirklich motiviert wirkt. Das 6:0 entspricht schließlich auch dem Spielverlauf.

Auf dem schmalen Kunstrasenplatz im Hattersheimer Stadtteil dauerte es bei heißen Tempersturen keine 60 Sekunden, als Niklas Muth nach einem langen Ball gerade noch so vor Janic Pessel an den Ball kam und  klärte. Auf der anderen Seite setzte Philipp Freppon das erste Ausrufezeichen, sein Abschluss nach einer Ecke Samuel Stählers flog knapp über das Objekt der Begierde (3.). Eddersheim II verzeichnete deutlich mehr Ballbesitz und ließ die Kugel gut durch die eigenen Reihen laufen, während Selters nach Ballgewinnen zu hektisch war. Auch die starken Flugbälle auf die Außenbahnen der Gastgeber waren in der ersten Hälfte ein probates Mittel für den FCE II. Die nächste Chance der Partie gehörte aber der Elf von Patrick Jahn und Dominic Voss: Yannik Walli setzte im Mittelfeld zu einem Sololauf an und erreichte den Strafraum, die Kugel ging aber am Kasten vorbei (14.). Nach 20 Minuten dann die Führung für die Heimmannschaft: Eine unübersichtliche Situation im SGS-Strafraum landete schlussendlich bei Marius Fuchs, dessen abgefälschter Schuss im Netz landete - 1:0. Es war eine halbe Stunde gespielt, da tauchten die Gäste zweimal gefährlich in der gegnerischen Hälfte auf, als zuerst Dominic Voss den Ball nach einer Ecke nicht richtig traf (30.) und kurze Zeit später Benjamin Maurer einen starken Pass auf Philipp Freppon entsendete, die Situation aber von der Eddersheimer Defensive geklärt wurde (31.). Kurze Zeit später rettete Niklas Muth gegen Vedran Dodik den knappen Rückstand in die Pause.

Die nachfolgende zweite Hälfte sollte bei brütender Hitze keine positiven 45 Restminuten werden. Den Startschuss gegen nun schläfrige „Wassermänner“ machte Niklas Zörb-Stach, der nach einem langen Ball ins kurze Eck traf (50.), bevor Janic Pessel einen lupenreinen Hattrick schnürte. Zuerst traf er sehenswert aus 19 Metern ins lange Eck und sorgte für die Vorentscheidung (57.) und setzte gegen konsternierte Selterser noch zwei Treffer drauf (65., 72.). Der eingewechselte Edison Karagjozi deckte mit seinem Tor zum 6:0 nach einer Ecke die nächste Schläfrigkeit in der Gäste-Defensive auf und setzte den Schlusspunkt. Bei nahezu allen Gegentreffern waren im Vorlauf krasse, individuelle Fehler vorausgegangen. 

Der Abpfiff von Schiedsrichter David Heizmann erlöste den SGS-Tross, der nach einem guten Frühjahr 2022 nun bereits die vierte Niederlage in Folge hinnehmen musste.

Bereits am Dienstag geht es im Kreisderby beim FC Dorndorf weiter. Es ist das fünfte Spiel binnen 13 (!) Tagen. Für Amateurfußballer sicher alles andere als vorteilhaft.

Eddersheim: Prager, Hein, Krebs, Zörb-Stach (67. Süle), Gerstberger, Dodik, Buljubasic, Küper (61. Hühne), Fuchs, Ptak, Pessel - Selters: Muth, M. Stähler, Müller, Toffeleit (16. Fuchs), S. Stähler, Wolter, Maurer, Freppon, Pabst (81. Jeck), Walli, Voss (64. Roos) - SR: Heizmann (Messel) - Tore: 1:0 Marius Fuchs (20.), 2:0 Niklas Zörb-Stach (50.), 3:0 Janic Pessel (57.), 4:0 Janic Pessel (65.), 5:0 Janic Pessel (72.), 6:0 Edison Karagjozi (80.)- Zuschauer: 35.

RSV Würges - SG Selters 1:0 (0:0).

VON PATRICK JAHN

Nach dem ärgerlichen und ebenso vermeidbaren 2:4 gegen die Fvgg. Kastel 06 vom Sonntag geht es für die SG Selters ins dritte Spiel binnen sieben Tagen zum RSV Würges. Das Derby, zugleich Nachholspiel vom 29. April, zeigt über die gesamten 90 Minuten, dass die Tabelle in der Gruppenliga Wiesbaden nicht lügt. Beide Mannschaften sind bemüht, haben - wenn auch wenige - Gelegenheiten zum Sieg. Als alles auf ein torloses Remis hinausläuft, sorgt das "Kacktor des Jahres" für den 1:0-Last-Minute-Sieg der "Roten". Für die SGS ein weiterer, herber Tiefschlag, der die intakte Mannschaft aber nicht aus der Bahn werfen wird.

Eine knappe halbe Stunde hatten sich beide Mannschaften nahezu vollendest neutralisiert, auch wenn die "Wassermänner" vielleicht ein bisschen mehr vom Spiel hatten. Die Strafräume waren absolute Tabuzone, was auch dadurch belegt wurde, dass der erste Eckstoß in Minute 33 zu bestaunen war. Und der hatte es gleich in sich: Samuel Stähler servierte auf den zweiten Pfosten, wo Jan Hendrik Pabst per Kopf knapp neben das Tor zielte. Fünf Minuten zuvor gab es die erste Torannäherung, als Justin Wolter auf Zuspiel von Tom Rieth wohl frei durch gewesen wäre, er die Kugel mit dem ersten Kontakt aber zu unsauber verarbeitete, so dass Keeper Leon Kröller zur Stelle war (28.). Würges, das spielerisch wenig zu bieten hatte, versuchte es meist mit langen Bällen, die in der guten Defensive der Gäste aber sehr gut aufgehoben waren. Nur einmal wurde die Elf von Spielertrainer Hussen Harmouch gefährlich, als Japan-Import Yuta Tomaki nach einem solchen langen Hafer frei zum Abschluss kam, das Spielgerät aber am linken Pfosten vorbeiflog (38.). 180 Sekunden zuvor hätte das Tabellen-Schlusslicht aber eigentlich schon in Front liegen müssen: Nach Pass von Justin Wolter war Yannik Walli in halbrechter Position frei durch, scheiterte mit seiner Volleyabnahme aber am starken Reflex Leon Kröllers. Den Nachschuss brachte Jannik Ernet aufs Tor, wo aber der zweite Japaner, Ryusei Kodaira auf der Linie klärte - ein zweifach dickes Ding (35.). Zum Pausentee war die Hoffnung der SGS auf einen Derbysieg mehr als berechtigt, auch wenn die letzte Konsequenz im Spiel mit dem Ball fehlte.

Etwas überraschend bauten die Selterser zu Beginn des zweiten Akkords spürbar ab. Bei zwei krassen Abspielfehlern hätten die Würgeser schon Kapital daraus schlagen können, versäumten dies aber, weil der Abschluss nicht zustande gekommen war. Die SGS verlor in der Vorwärtsbewegung zu schnell die Bälle, musste sich mehr und mehr zurückziehen, denn der Druck des RSV wurde größer. Dennoch dauerte es bis zu Minute 65, ehe die "Roten", die an diesem Abend in schwarz gekleidet waren, zu einer gefährlichen Chance - ihrer ersten im gesamten Spiel - kamen: Nach einem Ballverlust marschierte Alen Nukovic an seinem Gegenspieler vorbei, schloss stramm ab, doch Torwart Niklas Muth war per Fußabwehr zur Stelle und rettete das 0:0. Den Nachschuss setzte Chakil Aaki über den Kasten. Zwanzig Zeigerumdrehungen vor dem Ende befreite sich Selters ein Stück weit aus der Umklammerung. Und prompt hätte es 0:1 heißen können, als Justin Wolter Dominic Voss bediente, dieser sich mit seinem Abschluss zu viel Zeit gelassen hatte, und Zubair Din im letzten Monat zu klären verstand. Bald danach wurde es wieder gefährlich als Benjamin Maurer ein zu kurz abgewehrte Flanke vor die Füße bekam, aus gut 20 Metern abzog, Hussen Harmouch die Kugel aber neben das Tor lenkte (78.). Im Schlussakkord sah es eigentlich nicht mehr danach aus, als würde noch eine Mannschaft jubeln dürfen. Als Sinnbild für die Tabellensituation der SGS folgte dann aber die haarsträubende 89. Minute: Die Selterser Defensive hatte den Ball schon geklärt, verlor ihn dann wieder, eine Hereingabe von der linken Seite wurde von Samuel Stählers Hüfte abgefälscht, landete vor den Füßen Alen Nukovics, und der nicht mal gefährliche wirkende Schuss wurde von Jan Hendrik Pabst unglücklich abgefälscht und trudelte zum 1:0 ins Netz - für Selters ein Alptraum.

Nach Abpfiff des hervorragenden Schiedsrichters Amir Amirian, der Ruhe ausstrahlte, mit dem fairen Spiel aber auch keine Probleme hatte, stand ein Derbysieg des RSV Würges, der aufgrund der zweiten Hälfte in Ordnung ging, durchaus aber auch anders hätte ausgehen können. Für die tapferen Selterser, die dennoch einen guten Fight lieferten, heißt es nun, sich wieder aufzurichten, um in vier Tagen das vierte Spiel binnen elf Tagen zu bestreiten. Auswärts geht es dann gegen den FC Eddersheim II. 

Würges: Kröller, Kodaira, Hecht (58. Aaki), Pedraza, Nukovic, Tomaki, Din, Harmouch, Brands, Abarkan, Sugihara (87. Klippel) - Selters: Muth, Müller, Toffeleit, Stähler, Wolter, Maurer, Rieth (50. Voss), Pabst, Walli (72. Fuchs), da Conceicao, Ernet - SR: Amir Amirian (Wiesbaden) - Tor: 1:0 Alen Nukovic (89.) - Zuschauer: 200.

SG Selters II - FSG Wirbelau/Schupbach/Heckholzhausen 0:3 (0:2).

VON MARIUS SCHÖNHERR 

Der 29. Spieltag gegen die FSG Wirbelau/Schupbach/Heckholzhausen soll für die zweite Garde der SG Selters ein Mittag zum Vergessen werden. Mit einer schläfrigen Leistung schenkt man dem Gegner, der zwar ergebnistechnisch ein überragendes Jahr 2022 spielt, sich in Niederselters aber sicherlich auch nicht von seiner besten Seite zeigt, drei Tore. Nach einer mehr als ordentlichen Anfangsphase stellt man das Fußballspielen komplett ein und gibt die Punkte beim 0:3 eines schwachen Kreisliga-A-Spiels an die FSG ab.

Die Mannschaft des Trainerteams um Stefan Rieth und Stefan Kloft kam gut in die Partie, Henning Gotthardts langer Einwurf vor das Tor landete auf dem Kopf von Marvin Annecke Petri, und FSG-Keeper Alexander Smochek sicherte die Kugel im Nachfassen (2.). Auf der anderen Seite verpasste Patrick Pfeiffer das Tor (4.) und gab die erste Duftmarke der Gäste ab. Der bescheidene Auftritt der „Wassermänner“ begann mit einem katastrophalen Abspielfehler in der Defensive: Ognjen Zoric war der Nutznießer eines zu kurz geratenen Rückpasses, stibitze sich die Kugel und schob zur Führung ein. Colin Jones hatte nur fünf Minuten später die Möglichkeit auf den Ausgleich, sein Heber über den herauseilenden FSG-Schlussmann ging jedoch am Objekt der Begierde vorbei (25.). Den Treffer zum 0:2 konnte man freilich als Abbild des Spiels benutzen. Eine Ecke landete bei Marcel Pfeiffer, dessen Kopfball Conor Kriesche knapp vor dem Tor klären wollte, dabei aber seinen Kollegen Henning Gotthardt abschoss, von wo der Ball den Weg ins Tor fand (36.). Allgemein spielte die fußballerische Komponente auf beiden Seiten keine allzu große Rolle, was dazu führte, dass die Zuschauer alles andere als einen Leckerbisschen geboten bekamen.

Auch nach dem Seitenwechsel war spielerisch keine Besserung in Sicht. Einzig Mark Freihube versuchte es nach 58 Spielminuten per Kopf, jedoch zu harmlos. Kurze Zeit später tauchte Dimitrios Karanikas viel zu frei vor dem Kasten auf und machte mit seinem Schuss in die Maschen den 0:3-Endstand klar (69.). Er war es auch, der sich durch die SGS-Abwehr tankte, um seinen Doppelpack zu schnüren, jedoch von Jannis Gattinger gestoppt wurde (74.). Gegen Spielende versuchte es Luca Jeck noch zweimal, fand mit seinen Distanzschüssen aber in Alexander Smochek seinen Meister.

Der Schlusspfiff von Schiedsrichter Joachim Auster, der seine Leistung an der Pfeife nahtlos dem Spiel anpasste, besiegelte den siebten Sieg in Folge für die FSG Wirbelau/Schupbach/Heckholzhausen. Auf der anderen Seite hat die SG Selters II zwar mit dem Abstieg nichts mehr am Hut, und spielt insgesamt eine gute Saison, musste sich aber nach der gezeigten Leistung trotzdem hinterfragen.

Am kommenden Sonntag geht es im Derby beim SV Erbach weiter.

Selters: Keim, Heidrich, Kriesche, E. Fröhlich, Gotthardt, Jones, Jeck, Freihube, Annecke Petri, Grohmann, Gattinger (Brunner, Kloft, Freisinger) - Wirbelau/Schupbach/Heckholzhausen: Smochek, Nickel, Eller, M. Pfeiffer, P. Pfeiffer, Karanikas, Zoric, Stoll, Zöller, Riemer, Unkelbach (Saam, Friedrich, Neuser) - SR: Auster (Kelkheim(Taunus)) - Tore: 0:1 Ognjen Zoric (20.), 0:2 Henning Gotthardt (36., Eigentor), 0:3 Dimitrios Karanikas (69.) - Zuschauer: 60.

 

SG Selters - Fvgg. Kastel 06 2:4 (1:1).

VON MARIUS SCHÖNHERR

Nach der Niederlage unter der Woche gegen die SG Nassau Diedenbergen geht es vier Tage später erneut in Niederselters gegen die Fußballvereinigung Kastel 06. Während es für die SGS nur noch darum geht, sich ordentlich aus der Gruppenliga zu verabschieden, ist Kastel noch gewillt, die Klasse gegebenenfalls mit einer Siegesserie zu halten. Selters erwischt den deutlich besseren Start, kann aber am Ende mit zu vielen Ungenauigkeiten im Zentrum und einer haarsträubenden Fehlerquote nichts ernten. Die 2:4-Niederlage zählt sicherlich zu den vermeidbarsten in dieser Spielzeit. 

Nach einer Konzentrationsschwäche Miro Müllers als letzter Mann in der Kastel-Defensive schnappte sich Yannik Walli die Kugel, rannte auf das Tor zu und schob die Kugel eiskalt ins Netz zum 1:0 (4.). Die frühe Führung sollte der SGS Rückenwind geben, die Mannschaft von Patrick Jahn und Dominic Voss hatte in der Anfangsphase des Kellerduells die Oberhand und gewann die Vielzahl der Zweikämpfe. Jonas Kotb war es nach sechs Minuten, der den ersten Warnschuss auf der anderen Seite abfeuerte – drüber. Selters hatte nach vorne viel Platz, Kastel stand sehr offen und ließ einige Konter zu. Yannik Walli fuhr einen solchen über die rechte Seite und bediente Philipp Freppon, dessen Schuss aber zur Ecke geblockt wurde. Die darauffolgende Hereingabe köpfte Nils Toffeleit am Tor vorbei (16.). Die SGS-Offensivabteilung hatte desöfteren Probleme, das weite Grün, welches der Gast offenbarte, auszunutzen. Philipp Schollmayer überlistete ebenfalls nach einem Konter SG-Keeper Niklas Muth mit einem Lupfer, scheiterte aber am Querbalken (25.) - der Weckruf für die Mannschaft von Thomas Nikelski, die jetzt immer besser ins Spiel kam. Nach 36 Minuten bestrafte das Gruppenliga-Niveau eine Fehlerkette der SGS gnadenlos. Nach einem Ballverlust am gegnerischen Strafraum und einem Fehlpass beim Klärungsversuch im eigenen Strafraum kam das Spielgerät zu Jonas Kotb, der es zum 1:1-Ausgleich in die Maschen schoss.

Die Gäste kamen nach dem Seitenwechsel siegeswillig aus der Kabine und traten direkt zu Beginn auf wie eine Dampfwalze. Wieder war es Jonas Kotb, der es versuchte, Niklas Muth parierte aber stark mit dem Fuß (51.), ehe acht Minuten später Richard Müller überragend gegen Marco Knabe rettete. Viel länger sollten die Abwehrbemühungen der SGS jedoch nicht mehr gutgehen. Nach einem Foul an Knabe verwandelte Okan Akyuez den unstrittigen Elfmeter zur Führung (65.), nur sechs Zeigerumdrehungen später erhöhte Philipp Schollmayer auf 1:3, nachdem die SGS nach einem schweren Fehler im Zentrum ins offenen Messer lief und ein langer Ball die Viererkette aushebelte. In den Folgeminuten rettete Keeper Pascal Bertram den Gästen die Punkte, als er innerhalb von zwei Minuten drei Mal überragend auf der Linie parierte. Zwei Mal war es Justin Wolter, der zuerst nach einem langen Ball scheiterte (72.), anschließend von Yannik Walli bedient wurde und Bertram nicht überwand (73.), bevor auch der eingewechselte Dominic Voss den Ball nicht unterbekam (74.). Richard Müller ließ auf dem Sportplatz noch einmal heimische Hoffnung aufkeimen, als er den Freistoß Samuel Stählers mit Hilfe des Innenpfostens einköpfte (81.). Der eingewechselte Björn Hinrichsen ließ diese - nach einem weiteren individuellen Fehler - aber wieder verpuffen, als er vier Minuten später den 2:4-Endstand besiegelte und damit letzte Zweifel am Auswärtssieg im Keim erstickte. 

Nach Schlusspfiff des guten Schiedsrichters, Aaron Krämer, war die zweite SGS-Niederlage binnen einer Woche amtlich. Wie schon nach dem Hinspiel musste man auch an diesem Sonntag im heimischen Niederselters feststellen, dass gegen den Gegner aus der selben Tabellenregion mehr drin gewesen wäre, am Ende gewann Kastel aber verdient, weil es insgesamt weniger Fehler machte.

Am Mittwoch geht es im Derby beim RSV Würges weiter. 

Selters: Muth, M. Stähler (83. Tausch), Müller, Toffeleit, Fuchs, S. Stähler, da Conceicao, Rieth (67. Voss), Pabst, Walli, Freppon (66. Wolter) - Kastel: Bertram, Müller (70. Hinrichsen), Akyuez, Kotb, Schollmayer, Hübner (75. Kutluata), Kierek, Knabe, Demirkaya, Makiese (64. Iqbal), Boss - SR: Krämer (Frankfurt am Main) - Tore: 1:0 Yannik Walli (4.), 1:1 Jonas Kotb (36.), 1:2 Okan Akyuez (65., FE), 1:3 Philipp Schollmayer (71.), 2:3 Richard Müller (81.), 2:4 Björn Hinrichsen (85.) - Zuschauer: 55. 

 

SG Selters – SG Nassau Diedenbergen 0:3 (0:2).

VON MARIUS SCHÖNHERR

Nach der dreiwöchigen Zwangspause mit einigen Spielverlegungen aufgrund von Corona-Erkrankungen auf Seiten der SG Selters steht auf dem Niederselterser Rasenplatz das Nachholspiel gegen die SG Nassau Diedenbergen an. Zu Beginn halten die "Wassermänner" gegen die Hofheimer noch gut mit, das Spiel ist aber spätestens nach der Roten Karte gegen Benjamin Maurer kurz vor der Pause zu Gunsten der Gäste entschieden. Trotz allem muss man es den Seltersern erneut zugutehalten, sich auch in Unterzahl über die komplette Spielzeit gut verkauft zu haben. Das 0:3 entspricht am Ende auch den Kräfteverhältnissen. 

Das Team von Patrick Jahn und Dominic Voss kam gut ins erste Heimspiel auf dem Rasenplatz am Schwimmbach. Yannik Walli chippte durch die Mitte auf den gestarteten Luis da Conceicao, der den Ball etwas zu spät erreichte und diesen somit nicht mehr am herauseilenden Nassau-Keeper Marius Müller vorbeibekam (1.). Wenig später setzte Samuel Stähler einen Freistoß aus 20 Metern knapp am kurzen Pfosten vorbei (2.). Ab diesem Zeitpunkt übernahmen die Gäste die Kontrolle über die Partie. Vor allem nach Ecken war Diedenbergen brandgefährlich, Timo Grünewald köpfte über den Querbalken (5.) und ein Schuss von Eckhard Weller wurde geblockt (9.). Nur 60 Sekunden später war es wieder Grünewald per Kopf, der diesmal aber an der Latte scheiterte und seinem Ziel zumindest ein wenig näherkam. Auch der flinke Linksaußen Sam Wartusch hatte nicht mehr Glück, als er sich gut über die Seite durchsetzte und aus spitzem Winkel ebenfalls am Aluminium scheiterte. Selters konzentrierte sich überwiegend auf die Defensive, befreite diese nur selten über längere Zeit. In Minute 23 ließ man noch einmal die Heim-Offensive aufblitzen, doch Justin Wolter vergab nach gutem Zuspiel von Dominic Voss zu hastig – das hätte die Führung sein können. Stattdessen kam Alexander Müller auf der anderen Seite der Führung wieder verdammt nahe, doch wieder war der Torrahmen für die SG Selters zur Stelle (30.). Doch nur eine Zeigerumdrehung später stand diese Hilfestellung für die Heimmannschaft nicht mehr zur Verfügung. Nach einer überragenden Flanke von Alexander Müller stand Stürmer Timo Grünewald goldrichtig und ebenso sträflich frei und köpfte zur Führung ein (31.). Die wohl spielentscheidende Szene folgte kurz vor der Pause: Wieder war es eine gut getretene Ecke und ein darauffolgender Abschluss, der SGS-Akteur Benjamin Maurer zum Verhängnis wurde, als er auf der Linie stehend reflexartig mit der Hand das Gegentor verhinderte und folgerichtig mit der Roten Karte des Feldes verwiesen wurde. Den fälligen Elfmeter verwandelte Abdelilah Bentaayate und erhöhte damit auf 0:2 (44.). 

In Hälfte zwei spielte der Gast aus Diedenbergen die Partie abgeklärt herunter. Mit einem Mann mehr ließ die Truppe von Trainer Benjamin Apidopoulos den Ball laufen und dosierte das Tempo, während sich die tapferen Selterser gegen weitere Gegentore stemmten. Dies sollte bis auf den Treffer von Timo Grünewald auch gelingen, der zentral vor dem Tor zu viel Platz bekam und den 0:3-Endstand markierte, als er die Kugel im rechten Eck einschweißte (62.). Die SGS versuchte sich in der Schlussphase mit aller Kraft noch einmal in der Offensive. Vor allem Dominic Voss, der personell bedingt nun auf der linken Seite des Öfteren ins Laufduell geschickt wurde, spulte viele Meter ab, kam aber nicht mehr zum Abschluss. Nils Toffeleits stramm geschossenen Freistoß aus 22 Metern klärte Keeper Marius Müller über die Latte.

Nach Abpfiff von Schiedsrichter Ali-Kaan Pelitli, der einen tadellosen Job verrichtete, war die Niederlage zum Auftakt in Niederselters für die SGS besiegelt. Gegen die Offensivwucht Diedenbergens war insgesamt gesehen nicht mehr drin, auch wenn ein Führungstreffer den Spielverlauf vielleicht geändert hätte.

Bereits am Sonntag kann im nächsten Heimspiel gegen die Fvgg. Kastel 06 der nächste Versuch gestartet werden, die guten Leistungen aus dem laufenden Jahr zu bestätigen. 

Selters: Muth, Müller (77. Schmidt), Toffeleit, da Conceicao, S. Stähler, Wolter (46. Rieth), Maurer, Pabst, Walli, Fuchs (46. M. Stähler), Voss - Diedenbergen: M. Müller, Kayser, Luckhardt, A. Müller (70. Milicic), Friedrich, Grünewald, Weller (65. Stenz), Bentaayate (75. Meyer), Wartusch, Aleixo da Silva, Korominas - SR: Pelitli (Gießen) - Tore: 0:1 Timo Grünewald (31.), 0:2 Abdelilah Bentaayate (44., HE), 0:3 Timo Grünewald (62.) - Rote Karte: Benjamin Maurer (43., Handspiel) - Zuschauer: 85.

   

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