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Nach dem ernüchternden 0:1-Auftakt gegen den FC Waldbrunn II meldet sich die SG Selters mit einem souveränen 3:1 beim TuS Obertiefenbach in der Spielzeit 2018/2019 an. Dominic Voss' Hattrick sorgt für klare Verhältnisse in einem Spiel, dass die "Wassermänner" bei konsequenterer Chancenverwertung deutlich höher hätten gewinnen können.

Die Gäste kamen glänzend in die Partie und gingen bereits nach sechs Minuten in Führung: Nach Diagonalball von Nils Toffeleit bediente Alexander Vollbracht mustergültig Dominic Voss, der überlegt zum 0:1 einschoss. Anders als noch in der Vorsaison zeigte der TuS Obertiefenbach aber Charakter und versuchte sich, gegen den Rückstand zu stemmen. Zweimal wurde es dann auch gefährlich: Zunächst parierte Niklas Muth einen satten Schuss von Julian Rudolf (8.), ehe der Schlussmann einen extrem kniffligen Freistoß-Aufsetzer Emanuel Polonios zur Ecke klärte (10.). Zunächst enorm effektiv zeigten sich dann aber wieder die Gäste, als Samuel Stähler ein starkes Zuspiel in die Gefahrenzone postierte, wo erneut Dominic Voss frei zum Abschluss kam und Torhüter Dominik Steffen keine Abwehrmöglichkeit gelassen hatte - 0:2 (16.). Selters hatte fortan alles im Griff, ließ den Ball in den eigenen Reihen zirkulieren und wurde offensiv immer mal wieder gefährlich. Moritz Steuls Schuss vom Sechzehnereck rauschte knapp am rechten Pfosten vorbei (18.) und Alexander Vollbracht hätte nach einer knappen halben Stunde eigentlich die Vorentscheidung besorgen müssen, schoss allerdings nach Flanke von Benjamin Maurer aus kurzer Distanz über das Objekt der Begierde (29.). Kurz vor der Pause war es der Vorbereiter selbst, der den Obertiefenbacher Schlussmann mit einem Schuss ins kurze Eck zu einer starken Parade gezwungen hatte (39.).

Im zweiten Akkord wurde die Überlegenheit der Selterser zunächst noch größer. Allerdings haperte es vor allem an der Torchancenverwertung. Benjamin Maurer schoss nach Vollbracht-Ecke am zweiten Pfosten lauernd drüber (52.), Moritz Steul scheiterte nach Gattinger-Rückpass freistehend an Dominik Steffen (54.), einige Zeigerumdrehungen später auf Vorlage von Benjamin Maurer erneut (67.), dann köpfte Dominic Voss nach Flanke von Moritz Steul freistehend über den Kasten (70.). Die Gastgeber hatten bis auf einen abgefälschten 20-Meter-Schuss Julian Rudolfs kaum noch Gelegenheiten zu Torerfolgen (65.). Nachdem Benjamin Maurer abermals aus kurzer Distanz zu hoch zielte (74.), zeigte er sich effektiver als Vorbereiter, bediente Dominic Voss, der Dominik Steffen umkurvte und die endgültige Entscheidung besorgte - 0:3 (80.). Fortan ließen die Gäste die Zügel doch deutlich schweifen, so dass die niemals aufsteckenden Platzherren noch das ein oder andere Mal gefährlich wurden. Erst parierte SG-Keeper Niklas Muth stark gegen Julian Rudolf (83.), ehe er 120 Sekunden vor dem Ende bei Daniel Gonzales' Volleykracher in den Winkel machtlos war (88.).

Am Ende stand ein hochverdienter Sieg der SG Selters, der bei konsequenterer Chancenverwertung durchaus noch deutlich höher hätte ausfallen können. Dass es der TuS Obertiefenbach in dieser Saison schwer haben würde, war abzusehen. Dass die Mannschaft aber über Charakter verfügt und sich wehrt, war nicht erst an diesem Nachmittag deutlich zu sehen.

Am kommenden Sonntag empfängt die SGS die SG Niedershausen/Obershausen.

Der Saisonstart in der Kreisliga B2 hatte direkt ein Schmankerl parat. Die Spielplangestalter hatten die Partie des letzten Spieltags der Vorsaison an den Anfang der neuen Runde gepackt. Zwischen dem FCA Niederbrechen II und der SG Selters II ging es im Mai noch um Aufstieg und Relegation. Dass dies auch in diesem Jahr nicht unmöglich erscheint, zeigte das Treiben auf dem Niederbrecher Kunstrasen. Selters liegt zur Pause hinten, dreht dann das Spiel und zittert den 3:2-Auswärtssieg letztlich über die Ziellinie.

Eines vorab: Beide Mannschaften lieferten sich über 90 Minuten eine Fight auf Augenhöhe, der für B-Liga-Verhältnisse doch schon erstaunlich war. Die erste Hälfte gehörte dabei doch recht klar den Gästen. Der Sekundenzeiger war noch nicht einmal rund gelaufen, da hätte es eigentlich schon 0:1 stehen müssen, doch Christian Roos schoss nach feinem Zuspiel Luca Jecks aus kurzer Distanz freistehend am Tor vorbei (1.). Die Platzherren waren um Spielkontrolle bemüht, ließen dabei einen ordentlichen Spielaufbau erkennen, verloren aber spätestens im Zentrum zu häufig die Bälle. Selters II schaltete schnell um, wurde häufig in der Gefahrenzone aber zu ungenau. Wenn es Chancen gab, waren aber die "Wassermänner" am Zug. Im Anschluss an einen Eckball stocherten Benedikt Schardt und Christian Roos das Leder Richtung Gehäuse, doch auf der Linie wurde geklärt - vermutlich nicht ganz mit rechten Mitteln. Die Hoffnung auf einen Handelfmeter erstickte der ansonsten gute Schiedsrichter Marvin Giebeler im Keim, denn seine Pfeife blieb stumm (20.). Gefährlich wurde es auch fünf Minuten später, als Christian Roos nach einem abgefälschten Schuss Nico Rossels nur das Außennetz getroffen hatte (25.). Wer seine Chancen nicht nutzt... Quasi mit dem ersten richtig vernünftigen Angriff machten es die Gastgeber vor, wie Effektivität aussieht: Maximilian Neu eroberte das Spielgerät, und über mehre Stationen landete der Ball bei Florian Ratschker, der trocken ins kurze Eck vollendete - 1:0 (31.), ein fein herausgespieltes Tor. Die Mannschaft von Neu-Coach Lars Gendritzki zeigte sich unbeeindruckt und erspielte sich weiter Chancen: Calvin Rossels langer Ball erreichte Tom Maurer, dessen guten Abschluss Torwart Yannik Schneider mit einem fantastischen Reflex an die Latte lenkte (39.).

Unmittelbar nach Wiederbeginn machten es die Gäste besser als noch im ersten Durchgang. Nico Rossel bediente Tom Maurer mustergültig, der frei vor dem FCA-Gehäuse die Nerven bewahrte und den Ausgleich markierte (46.). Den Einheimischen tat der Gegentreffer sichtlich weh, dennoch hatte die Alemannia die erneute Führung auf dem Fuß: Maximilian Neu setzte sich über außen stark durch, fand in Keeper Niklas Muth allerdings seinen Meister (55.). Der direkt folgende Gegenangriff brachte die Selterser Reservisten in Führung: Luca Jeck mit feinem Diagonalpass zu Christian Roos, der seinen Widerpart aussteigen ließ und frech ins kurze Eck zum 1:2 vollstreckte (56.). Keine Frage, aufgrund der Anzahl der Torchancen eine längst überfällige Wendung. Selters II hatte weiter Oberwasser und legte nur 120 Sekunden später nach: FCA-Keeper Yannik Schneider ließ eine eigentlich ungefährliche Flanke Henning Gotthardts fallen, Yannik Walli bedankte sich artig und schoss den Ball unter die Latte - 1:3 (58.). Die Gastgeber versuchten, dennoch ins Spiel zurück zu kommen und bewiesen Charakter. Nur acht Minuten später legte Maximilian Neu per Kopf für Janik Flögel ab, der mit sattem Abschluss ins linke Eck verkürzte (66.) - es war wieder spannend. Es ging weiter hin und her. Die Gäste versäumten bei Chancen von Yannik Walli (68.), Florian Philippsen (71.), Christian Roos (72., 78.) frühzeitig eine Entscheidung herbeizuführen und mussten zittern. Tristan Kasteleiner hatte dann tatsächlich den Ausgleich auf dem Fuß, doch der Ball flog um Haaresbreite am linken Pfosten vorbei (80.). Niederbrechens Hoffnungen schwanden spätestens, als FCA-Goalgetter Janik Flögel einen Aussetzer hatte: Der Stürmer ließ sich zu einer Schiedsrichterbeleidigung hinreißen, erhielt die Rote Karte, und erwies seinem Team damit einen "Bärendienst". Die SG Selters II hatte fortan kaum noch Probleme, den Sieg über die Bühne zu schaukeln, musste aber dennoch beim ein oder anderen langen Ball die Luft anhalten.

Am Ende stand ein zwar knapper, auf die Torchancen umgemünzt jedoch vollauf verdienter Sieg der Selterser.

Am Sonntag in einer Woche steht für die SG Selters II gleich das nächste Knallerspiel an. Dann kommt der SC Dombach nach Niederselters.

In den letzten Wochen deutete die Formkurve der SG Selters deutlich nach unten. Grund genug für das Trainerteam, im vorerst letzten Spiel der Ära Uli Deisel noch einmal einen Reiz zu setzen, und taktisch erhebliche Veränderungen vorzunehmen. Der Plan geht im Spiel gegen den FCA Niederbrechen letztlich auf, denn Selters siegt - wenn auch knapp - mit 1:0. Am Ende steht mit Tabellenplatz fünf die beste Platzierung einer ersten Mannschaft seit Mitte der 90er Jahre. Das war vor der Saison sicherlich nicht zu erwarten gewesen.

Die Zuschauer sahen bei tropischen Temperaturen eine völlig wilde Anfangsphase: Nicht einmal vier Minuten waren gespielt, und beide Teams hatten schon einen Hochkaräter zu bieten. Zunächst war es Max Eichwald, der für die Gäste frei vor Nicholas Schardt auftauchte, an Selbigem aber auch aus kurzer Distanz scheiterte (1.). Auf der anderen Seite landete Luca Jecks maßgenaue Flanke auf dem Kopf von Dominic Voss, doch auch hier präsentierte sich FCA-Schlussmann Yannik Schneider auf der Hut (4.). Auch danach blieb es abwechslungsfreich, auch wenn Niederbrechen einen Tick mehr vom Spiel hatte. Glück hatten die Einheimischen zudem, als Schiedsrichter Tobias Vogel ein Vergehen im Strafraum von Luca Jeck an Max Eichwald nicht ahndete (23.). Quasi im direkten Gegenzug ergab sich nach langem Ball von Nils Toffeleit die große Chance zur Selterser Führung, doch Yannik Wallis Heber ging doch deutlich über das Tor (24.). Dann wieder die andere Seite: Patrick Schwarz hatte per Hacke sauber abgelegt, und Nicholas Schardt lenkte den Schuss von Max Eichwald ans Außennetz (28.). Die letzte Viertelstunde des ersten Durchgangs gehörte dann aber klar den Seltersern, die sich gleich drei Chancen der Kategorie "Hundertprozent" erarbeiteten: Erst parierte Yannik Schneider einen gefährlichen Aufsetzter Nils Toffeleits bravourös (31.), dann schoss Dominic Voss nach einer Flanke freistehend vorbei (32.), und zu guter letzt jagte Yannik Walli nach feinem Angriff über Nils Toffeleit und Dominic Voss das Spielgerät in die Wolken (34.). Für eine mehr als feine Geste sorgte Walli dann aber wenig später: Nachdem ein FCA-Akteur nach einer Flanke im Strafraum liegen blieb, schoss er den Ball fünf Meter vor dem Tor stehend ins Seitenaus - eine nicht selbstverständliche Aktion, zumal der am Boden liegende Gästespieler mit der eigentlichen Aktion nichts mehr zu tun hatte. Hut ab!

Im zweiten Durchgang erwischte zunächst Niederbrechen den besseren Start: Der glänzend aufgelegte Nicholas Schardt parierte den satten Schuss Tobias Schneiders aus spitzem Winkel fantastisch (55.). Dann das Tor des Tages: Nils Toffeleit spielte mit tollem Pass Maximilian Stähler frei, dessen Flanke nur unzureichend geklärt wurde - Dominic Voss schnappte sich den Ball, legte uneigennützig für Yannik Walli auf, der kompromisslos unter die Latte zum 1:0 abschloss (61.). Niederbrechen wollte sich nicht geschlagen geben und forcierte noch einmal die Offensivbemühungen. Nach Vorarbeit von Tobias Schneider hatte Samir Königstein die große Chance zum Ausgleich, aus kurzer Distanz flog das Spielgerät aber rechts am Kasten vorbei (65.). Und wieder der FCA: Patrick Schwarz tauchte aus halbrechter Position im Strafraum auf, schloss ab, doch Nicholas Schardt war einfach nicht zu überwinden (71.). Selters versäumte im Gegenangriff die Entscheidung: Flanke Luca Jeck auf den freien Yannik Walli, der sich nicht so recht zwischen Schuss und Querpass entscheiden konnte - es blieb beim hauchdünnen 1:0 (72.). Die letzte Chance des Spiels gehörte wieder den Gästen, als Tobias Schneider einen Heber über das Objekt der Begierde setzte (85.).

Nach Abpfiff des hervorragenden Schiedsrichters Tobias Vogel stand ein knapper 1:0-Sieg der SGS, der aufgrund der klareren Torchancen als gerecht bezeichnet werden durfte. Dennoch hätte sich Niederbrechen aufgrund der Spielanteile durchaus einen Punkt verdient gehabt.

Für die SG Selters ist der fünfte Tabellenplatz im Endklassement der größte Erfolg seit dem Kreispokalsieg 1998. Trainer damals wie heute: Uli Deisel, der nach dem Spiel in würdigem Rahmen verabschiedet wurde. Die SG Selters bedankt sich bei ihrem Coach für die letzten Jahre und hofft, ihn bald wieder zu sehen.

Nach fünf Wochen Vorbereitungszeit fiebert die SG Selters mit ihrem neuen Spielertrainer Moritz Steul dem Auftakt entgegen. Dass eine gute Vorbereitung noch längst keinen guten Saisonstart garantiert, müssen die "Wassermänner" gegen ihren eigentlichen Lieblingsgegner FC Waldbrunn II schmerzlich erfahren. Eine katastrophaler Abwehrschnitzer ermöglicht der Verbandsliga-Reserve beim 0:1 das goldene Tor des Tages.

Die extrem defensiv eingestellten Gäste agierten taktisch sehr diszipliniert und machten den Gastgebern das Leben von der ersten Minute an schwer. Wenn Waldbrunn II dann nach Ballverlusten schnell umschaltete, wurde es prompt gefährlich. Gefährlich wurde es aber vor allem deshalb, weil sich die Selterser eine grausam hohe Fehlerquote erlaubten. Zudem fehlte es den "Wassermännern" an der nötigen Durchschlagskraft im Angriff. Torraumszenen bekamen die Zuschauer in Niederselters zunächst nicht geboten, das Treiben bei fast schon unzumutbaren Temperaturen war nur schwer zu ertragen. Erst nach einer knappen halben Stunde wurde es erstmals gefährlich, als Silas Henrich nach einem Eckball am zweiten Pfosten die Fußabwehr Nicholas Schardts prüfte (27.). Derselbe Akteur war es auch, der einen katastrophalen Kopfball-Rückpass erlief und über Nicholas Schardt hinweg zum 0:1 gehoben hatte (33.). Selters wirkte geschockt, bekam auch bis zur Pause nichts mehr auf die Reihe. Lediglich der starken Defensivarbeit war es zu verdanken, dass die Gäste nicht schon früher die ein oder andere Überzahlsituation konsequenter auszunutzen verstanden.

Nach Wiederbeginn wurden die Einheimischen stärker, bissen sich jedoch an der Abwehr der Verbandsliga-Reservisten die Zähne aus. Lange passiert gar nichts. Selters rannte meist kopflos an, Waldbrunn II verteidigte geschickt, hatte aber auch kaum noch Entlastung. In den letzten 15 Minuten zogen die Gastgeber dann aber nochmal den Turbo an und spielten urplötzlich gefällig. Vor allem in den letzten zehn Zeigerumdrehungen reihte sich Chance an Chance, doch der Ball wollte partout nicht über die Linie. Den Anfang machte der eingewechselte Dominic Voss, der nach einer Ecke von Moritz Steul zu unplatziert Richtung Gehäuse köpfte (80.). Dann wurde es richtig gefährlich: Benjamin Maurer flankte von der linken Seite, Jacob Kremer fiel das Leder mutterseelenallein vor dem Tor vor die Füße - drüber (83.). In der Schlussminute hatten die Hausherren den Torschrei schon auf den Lippen, doch Jan Hendrik Pabsts sehenswerte Volleyabnahme klatsche an den Innenpfosten und sprang wieder heraus (90.). Und als Richard Müller in der Nachspielzeit aus kurzer Distanz den Ball nicht richtig getroffen hatte, war das Selterser Dilemma zum Auftakt perfekt. Dass Jacob Kremer kurz zuvor mit der Ampelkarte zum Duschen geschickt wurde, fiel dabei nicht mehr ins Gewicht.

Am Ende kassierten die Gäste, die sich taktisch gut präsentierten, drei glückliche Punkte. Aufgrund der Vielzahl an Torchancen in der Endphase wäre ein Remis sicherlich das gerechtere Ergebnis gewesen. Betrachten man die Leistung der Selterser aber im Gesamten, brauchte man sich nach 90 Minuten über die Niederlage nicht zu wundern.

Wiedergutmachung ist am kommenden Sonntag angesagt: Dann gastiert die SGS beim TuS Obertiefenbach. Mit einer ähnlichen Leistung wird's auch dort ziemlich unangenehm.

Der letzte Akt hatte in der Kreisliga B Süd noch einmal so richtig was zu bieten. Der Zweite, SG Selters II, empfängt den Dritten, FCA Niederbrechen II. Aufgrund einer insgesamt tollen Leistung sichert sich das Team von Jan Eufinger das Recht an den Aufstiegsspielen. Die stattliche Kulisse von 200 Zuschauern sieht einen 3:0-Erfolg der "Wassermänner", der aber erst in der Endphase ein klarer wird. Der FC Rubin Limburg-Weilburg steigt somit direkt auf (Herzlichen Glückwunsch!), während Selters II vor allem dem Derby mit der SG Taunus entgegenfiebern darf. Und das Schönste: Man hat so gar nichts zu verlieren.

Eines vorab: In der B-Liga-Süd wird man nicht allzu oft mit ordentlichem Fußball verwöhnt, an diesem Nachmittag aber zeigten beide Teams, dass sie zurecht um den Aufstieg kämpfen. Die Heimelf erwischte zwar einen ordentlichen Start, so richtig gefährlich wurde es aber zunächst für das von Niklas Muth gehütete Selterser Tor: Nach einer ungünstig geklärten Flanke setzte Florian Ratschker das Spielgerät aus der Luft knappe am rechten Pfosten vorbei (15.). Eine ähnliche Situation ereignete sich sieben Minuten später auf der anderen Seite, doch Christian Roos verfehlte nach langem Ball und Volleyabschluss das Ziel ebenso knapp (22.). Dann passierte lange Zeit wenig vor den Toren, doch das Spiel blieb rassig und war mehr als ansehnlich. Kurz vor dem Pausentee kamen die Gastgeber noch einmal zu einer guten Gelegenheit, als Calvin Rossel mit klugem Zuspiel Moritz Knödler in Szene setzte, der allerdings an der Fußabwehr des starken Dirk Königstein scheiterte (44.).

Der zweite Akkord hatte dann noch deutlich mehr zu bieten, auch weil die Platzherren nun klarere Torchancen zu verbuchen hatten. Nach einem Abwehrfehler tauchte Christian Roos frei vor Dirk Königstein auf, platzierte seinen Heber aber genau in dessen Arme (51.). 120 Sekunden später war es Nico Rossel, der mit Rückpass Florian Philippsen in Szene setzte, doch der Abschluss wurde in letzter Sekunde geblockt (53.). Nach dieser starken Anfangsphase des zweiten Durchgangs gestaltete der FCA II das Geschehen wieder ein bisschen ausgeglichener, hatte offensiv aber wenig zu bieten. Das lag mitunter auch daran, dass Torjäger Janik Flögel bei Calvin Rossel in besten Händen war. Dennoch kam der Tabellendritte zumindest zu einer nennenswerten Großchance: Jacob Schermuly hatte in Minute 67 freie Schussbahn, Niklas Muth wehrte den Ball allerdings bravourös zur Ecke ab. Ab diesem Zeitpunkt zündete Selters II den letzten Turbo, und prompt wurde es deutlich. Tobias Reifert bediente Florian Philippsen, der mutterseelenallein Richtung Tor unterwegs war, allerdings erneut am fantastischen Gästeschlussmann Königstein scheiterte - auch beim Nachschuss war der Keeper abermals zur Stelle (71.). Es hätte längst 1:0 oder auch 2:0 stehen müssen, und langsam ging bei den Einheimischen die Angst um, dass sich das Auslassen dieser klaren Chancen rächen könnte. Dann aber die Erlösung: Nach feinem Pass von Florian Philippsen auf Nico Homburg war zunächst Dirk Königstein zur Stelle, den Abpraller aber flankte Homburg in die Mitte, wo Christian Roos per Kopf zum 1:0 einnickte (73.). Die Gastgeber spielten sich fortan in einen Rausch, auch aber, weil die Gäste ihre Pforten öffneten. Nico Rossel hätte nach Christian Roos-Zuspiel bereits die Vorentscheidung herbeiführen könnten, doch wieder und wieder erwies sich Dirk Königstein als grandioser Rückhalt. Spätestens, als Jacob Schermuly vom nicht immer sicher wirkenden Schiedsrichter Torsten Kummer mit der Ampelkarte vom Feld geschickt wurde, schwanden die Hoffnungen der Alemannen (79.). Die Entscheidung ließ nicht lange auf sich warten: Erneut war es der emsige Nico Homburg, der nach toller Einzelleistung im Strafraum von den Beinen geholt wurde - hier konnte es keine zwei Meinungen geben, der Elfmeterpfiff war korrekt. Florian Philippsen versenkte gewohnt sicher zum 2:0 und die Messe war gelesen. Dass Christian Roos in der Schlussminute nach einem Konter auch noch das 3:0 folgen ließ, war das i-Tüpfelechen auf eine starke Mannschaftsleistung der Selterser Resrvisten.

Am Ende war der Sieg aufgrund der Spielanteile vielleicht ein wenig zu hoch, in Anbetracht des Chancenverhältnisses hätte das Resultat allerdings auch durchaus höher ausfallen können. Während Tabellenplatz drei für den FCA Niederbrechen II sicherlich kein Beinbruch sein dürfte, freut sich die SG Selters II auf zwei spannende Aufstiegsspiele.

Die Termine:

Freitag, 1. Juni (19:30 Uhr in Niederselters): SG Selters II - FSG Gräveneck/Seelbach/Falkenbach.

Bei Unentschieden oder Niederlage in diesem Spiel: Dienstag, 5. Juni (19:30 Uhr in Eisenbach): SG Taunus - SG Selters II.

Bei Sieg im ersten Spiel: Samstag, 9. Juni (16:00 Uhr in Eisenbach): SG Taunus - SG Selters II.

   

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