von Marius Schönherr

SG Selters - Fvgg. Kastel 06 2:1 (2:1).

Beflügelt durch den 4:1-Sieg unter der Woche gegen den FC Bierstadt ist die SG Selters gewillt, auch gegen die Fvgg. Kastel 06 etwas Zählbares mitzunehmen. Trotz einiger Wechsel in der Startelf zeigen alle in weiß gekleideten Selters-Akteure eine ausgezeichnete Leistung. Der Doppelpacker Moritz Steul und eine überragende SGS-Viererkette sichern den zweiten Sieg in Folge.

Der Aufsteiger, der schon früh in der Saison auf die Angeschlagenen Yannik Walli, Justin Wolter, Tom Rieth und Mark Freihube sowie Richard Müller (privater Termin) verzichten musste, startete mit drei Änderungen in der Startelf: Oliver Tausch und Alexander Vollbracht ersetzten Richard Müller und Maximilian Stähler in der Viererkette, Luis da Conceicao sprang für Yannik Walli ein. Die erste Szene der Partie gehörte dem Gast aus Kastel: Max Kovtun bediente Björn Hinrichsen, der jedoch per Kopf zu hoch zielte (3.). 120 Sekunden später wurde es auf der anderen Seite schon um einiges gefährlicher, als Linksaußen Philipp Freppon Gäste-Keeper Pascal Bertram zu weit vor dem Tor stehen sah, aus 20 Metern jedoch knapp zu hoch zielte. Auch der Versuch von Jan Hendrik Pabst, der im Strafraum mit links abschloss, ging abgefälscht knapp am Pfosten vorbei (15.). Selters, das sich mittlerweile ein spürbares Übergewicht erarbeitet hatte, kam immer wieder zu Chancen auf den Führungstreffer, doch auch Moritz Steul, der im Strafraum eigentlich genug Platz hatte, zog zu überhastet ab und verfehlte das Objekt der Begierde deutlich. Fünf Zeigerumdrehungen später sollte aber alles besser werden: Benjamin Maurer eroberte mit einem starken Tackling den Ball an der Mittellinie und startete einen noch stärken Solo-Lauf über den halben Platz, ehe er per Querpass Moritz Steul freispielte, der nur noch einschieben musste – 1:0 (21.). Die verdiente Führung für den Aufsteiger, der in der ersten Halbzeit seine beste Leistung der laufenden Saison auf den tiefen Niederselterser Rasen brachte. Nach 24 Minuten hieß es durchatmen, als Innenverteidiger Kevin Kierek nach einem Gestochere im Selterser Strafraum zum Abschluss kam und die Kugel nur knapp das Tor verfehlte. Der Gastgeber, unbeeindruckt von dieser Großchance, erspielte sich mit einer schönen Kombination den Treffer zum 2:0: Luis da Conceicao passte auf Philipp Freppon, welcher in den Lauf Moritz Steuls weiterleitete. Dieser machte in der Folge alles richtig und versenkte das Spielgerät im kurzen Eck (36.). Ärgerlich für die Hausherren: Quasi mit dem Halbzeitpfiff erzielte der Gast in Person von Christopher Hübner den Anschlusstreffer. In Folge eines fragwürdigen Pfiffs von Schiedsrichter Joel Gillner landete die Kugel nach einem Freistoß auf dem Kopf des Verteidigers und danach im Netz des machtlosen Nicholas Schardt (45.+1).

Die Fußballvereinigung, beflügelt durch den psychologischen Vorteil, der der SGS bereits in Würges zum Verhängnis wurde, als man kurz nach der Pause zwei Gegentore hinnehmen musste, rannten zu Beginn der zweiten Hälfte dauerhaft an. Im Vergleich zur letzten Woche machten die „Wassermänner“ diesmal vor allem defensiv alles richtig. Der Viererkette um Nils Toffeleit und Alexander Vollbracht gelang es, alle gefährlichen Angriffe der Gäste wegzuatmen, einzig nach Standards wurde es gefährlich.
Nach knapp einer Stunde wäre sogar aus dem Nichts der Treffer zum 3:1 gefallen, doch den kniffligen Kopfball von Dominic Voss, der von Luis da Conceicao bedient wurde, lenkte Kastel-Torhüter Pascal Bertram über die Latte (58.). In der Schlussphase der Begegnung versäumte es der letztjährige Kreisoberliga-Meister, zumindest eine seiner vielen Kontermöglichkeiten zu nutzen. Vielmehr nervenaufreibend für alle SGS-Anhänger war jedoch die Vielzahl an hohen Bällen, die von Kastel in den SGS-Strafraum geschlagen wurden – zum Erfolg führte im Endeffekt aber keiner davon.

Nach dem Abpfiff einer spannenden Partie, die mit Joel Gillner einen Schiedsrichter gefunden hatte, der zwar nicht alles, aber vieles richtig entschied, waren die Selterser, die eine starke Partie ablieferten, erlöst, am Ende aber nicht nur wegen den kalten Temperaturen auf dem Niederselterser Rasenplatz zittern mussten. Nun gilt es, den Aufwärtstrend am kommenden Freitag beim TSV Bleidenstadt aufrecht zu erhalten.

Selters: Schardt, Toffeleit, da Conceicao (80. Annecke Petri), S. Stähler, Freppon (90. Fuchs), Maurer, Steul, Pabst, Vollbracht, Voss, Tausch (88. M. Stähler) - Kastel: Bertram, Akyuez, Kovtun (62. Hadzic), Kutluata, Stumpf, Boss (55. Can Dayan), Akinci, Hübner, Hinrichsen (82. Bodor), Borowski, Kierek - SR: Joel Gillner (Haiger) - Tore: 1:0 (21.), 2:0 (36.) beide Moritz Steul, 2:1 Christopher Hübner (45.+1) - Zuschauer: 130.

von Marius Schönherr

SG Selters II - TuS Obertiefenbach 3:0 (2:0).

Nach der schwachen Vorstellung unter der Woche gegen den SV Rot-Weiß Hadamar III, bei der trotzdem der erste „Dreier“ eingetütet wurde, ist die SGS-Reserve gewillt, den nächsten Sieg gegen Schlusslicht TuS Obertiefenbach einzufahren. Erneut bringt die SG Selters II nicht ihren besten Fußball auf den Platz, kann sich aber gegen harmlose Gäste beim 3:0 relativ problemlos durchsetzen.

In einer unansehnlichen Anfangsphase hatte Henning Gotthardt für die Gastgeber, die ohne Christian Roos, Jannis Gattinger, Calvin Rossel und Oliver Tausch auskommen mussten, die einzige Chance, doch sein indirekter Freistoß vom Sechszehnereck segelte über den Kasten von Besnik Hisenaj (12.). Fünf Minuten später erzielte Stürmer Marvin Annecke Petri dann sehenswert den Führungstreffer, als er nach einer schönen Flanke Emre Cans im Zurücklaufen per Kopf einnetzte. Der wenig bemühte Gast aus Obertiefenbach tauchte nur selten vor dem Tor auf, einzig Mirza Alickovik versuchte es aus 16 Metern aus der Drehung, Torhüter Niklas Muth entschärfte jedoch problemlos (22.). Nur 60 Sekunden später bediente Luca Jeck mit einem wahren Traumpass den eingelaufenen Nico Rossel, der aber nach einem technischen Fehler nicht zum Abschluss kam. Da spielerisch auf beiden Seiten relativ wenig ging, musste ein Standard herhalten, um die Führung auszubauen. TuS-Kapitän Alexander Günzl brachte im eigenen Strafraum Marvin Annecke Petri völlig unnötig zu Fall, und Henning Gotthardt verwandelte den fälligen Elfmeter sicher zum 2:0-Pausenstand (40.). 

Nach Wiederbeginn wurde die Qualität des Spiels zwar ein wenig besser, die Zuschauer kamen aber trotzdem nicht auf ihre Kosten. Viele lange Bälle und Mittelfeldgeplänkel machten das A-Liga-Spiel nicht gerade zu einem Leckerbissen. Trotz allem schaffte es die SGS-Reserve, zumindest ihre Tore sehenswert herauszuspielen: Es war eine Stunde gespielt, da drang Emre Can über die rechte Seite in den Strafraum der Gäste und passte auf Marvin Annecke Petri, der zwar zuerst den Ball nicht traf, im Nachzug jedoch aus zwei Metern mit der Hacke seinen Doppelpack schnürte. Mitte der zweiten Hälfte wurde es dann erneut fad, der Gastgeber ruhte sich auf seiner Drei-Tore-Führung aus, während der ehemalige Kreisoberligist auf der Suche nach Mitteln war, irgendwie zu Torgelegenheiten zu kommen. In der Schlussphase hatte der TuS dann noch die Chance auf den Ehrentreffer, doch Granit Januzaj scheiterte mit seinem Schuss aufs kurze Eck an Niklas Muth (86.).

Nach dem Schlusspfiff von Schiedsrichter Niklas Siefert konnte sich die die SG Selters II zwar über die nächsten drei Punkte freuen, so richtig rund läuft der Motor aber noch nicht. Am kommenden Donnerstag gilt es, im Kreispokal-Halbfinale gegen den FC Dorndorf II, die überragende Leistung aus dem Viertelfinale abzurufen und ins Pokalfinale der Reserven einzuziehen.

Selters II: Muth, Kriesche, Fuchs, Freisinger, Gotthardt, Jeck, Can, Vormann, Annecke Petri, N. Rossel, Schmidt (Grohmann, Jones, Brunner) - Obertiefenbach: Hisenaj, Leber, Diehl, Günzl, Jeuck, Alickovik, Handeck, Januzaj, Schmitt, Öcal, Celik (Haxhijaj, Kücüker) - SR: Niklas Siefert (Kelkheim) - Tore: 1:0 Marvin Annecke Petri (17.), 2:0 Henning Gotthardt (40., Foulelfmeter), 3:0 Marvin Annecke Petri (60.) - Zuschauer: 90.

VON MARIUS SCHÖNHERR

SG Selters II – SV Rot-Weiß Hadamar III 2:1 (0:1).

Nach der 0:3-Niederlage beim FC Steinbach geht es im Kreisliga-A-Alltag schon wieder weiter. Aufsteiger SV Rot-Weiß Hadamar III ist zu Gast und möchte seinen guten Saisonstark in Niederselters bestenfalls weiter fortsetzen. Trotz eines frühen Platzverweises der Gäste sieht es  lange danach aus, als würden sie nicht mit leeren Taschen die Heimreise antreten. Am Ende profitiert die SGS II dann von Undiszipliniertheiten auf Seiten Hadamars und dem eigenen Willen, den ersten Sieg einfahren zu wollen - 2:1.

Die Anfangsphase gehörte den Gästen, die bereits nach fünf Minuten für ein leisen Raunen auf dem Niederselterser Sportplatz sorgten: Vitali Fetter, der im Laufe des Spiels noch zu einer unverhofften Positionsänderungen gekommen war, zog nach einer Ecke direkt ab, traf aber nur den Querbalken. Nur 60 Sekunden später offenbarte die SGS-Defensive erste Lücken, als Erdonit Syla nach einem Dribbling mit links zum Distanzschuss kam, den Ball jedoch am linken Pfosten vorbeizirkelte. Nach einer Viertelstunde meldete auch die Heimmannschaft ihre Offensive an. Einen von vielen langen Bällen legte Christian Roos auf Marvin Annecke Petri ab, dessen Schussversuch im letzten Moment von Sevket Ilemin geblockt wurde. Auch zwei Zeigerumdrehungen später bekam die SV-Abwehr noch einen Fuß dazwischen, als Luis da Conceicao Marvin Annecke Petri schickte, der wiederrum auf Emre Can ablegte, welcher die Führung schon auf dem Fuß hatte (17.). Dann die wohl spielentscheidende Szene des Abends: Luca Jeck bediente Marvin Annecke Petri mit einem feinen Ball in den Lauf, Torhüter Kai Tillmann verschätzte sich beim Herauslaufen und trampelte Annecke Petri zu Boden; die Folge: Rot und Freistoß für die Gastgeber, Feldspieler Vitali Fetter ersetzte seinen Keeper. Zum Entsetzen der Selterser erzielte der Gast aus Hadamar kurze Zeit später die Führung. Ein von Irfan Düzel getretener Freistoß aus dem Halbfeld erwischte die komplette Defensive auf dem falschen Fuß, Michel Metz hingegen wusste in dieser Situation genau, wie er seine Füße zu stellen hatte und traf zur Führung - 0:1 (25.). Die "Wassermänner" wirkten in dieser Phase des Spiels extrem unsortiert und hatten alle Hände voll zu tun, das Spiel unter Kontrolle zu bekommen. Einzig Luis da Conceicao und Luca Jeck versuchten es aus der Distanz, doch beide Versuche aus 20 Metern entschärfte die neue Nummer eins im Hadamarer Tor problemlos (35.). Kurzum: Die erste Halbzeit glich aus Selterser Sicht einer Katastrophe, weil die einfachsten Dinge nicht funktionierten.

Nach dem ersten Abschnitt, den man sich aus SGS-Sicht sicherlich anders vorgestellt hatte, wurde es zu Beginn des zweiten Durchgangs nicht besser: Harmlose Abschlüsse auf das von einem Feldspieler gehütete Gästetor und nicht zu Ende gespielte Angriffe waren kein Einzelfall. Luca Jecks Schuss von Halblinks, der am rechten Pfosten vorbeistreifte, war noch die gefährlichste Situation im Einbahnstraßenfußball gegen dezimierte Gäste (57.). Es war mehr als eine Stunde gespielt, da fiel einigen auf heimischer Seite ein Stein vom Herzen. Der Abschluss des eingewechselten Calvin Rossel aus 20 Metern fälschte ein SV-Verteidiger zwar noch ab, nach der fälligen Ecke, getreten von Nico Rossel, war es dann aber Luis da Conceicao, der seinen nächsten Distanzschussversuch perfekt traf und für den Ausgleich sorgte (65.). Bereits vier Minuten später hatte Christian Roos die Führung auf den Fuß, doch nach einer feinen Kombination von Fabian Fuchs, Luis da Conceicao und Marvin Annecke Petri scheiterte er sträflich am bereits liegenden Keeper. Elf Minuten vor dem Ende der regulären Spielzeit musste der zweite Hadamar-Akteur verfrüht duschen. Nachdem Mehmet Yagci mit gestrecktem Bein in einen Zweikampf mit da Conceicao ging, sah er zurecht seine zweite gelbe Karte (79.). Das Ziel der Hausherren war nun noch klarer definiert: Die drei Punkte mussten unter allen Umständen nach Niederselters. Nur 60 Sekunden später war es dann auch soweit: Nach einem Einwurf und wildem Gestochere im Strafraum der Gäste war es Felix Vormann, der mit ganz langem Bein den Ball hinter die Linie beförderte – 2:1 (80.). Der sicher geglaubte Sieg musste jedoch mit viel Mühe und Not ins Ziel gebracht werden: Einige unkonzentrierte Aktionen in der Defensive ließen alle SG-Beteiligten des Öfteren die Luft anhalten. Am Ende reichte es dann doch für den ersten Saisonsieg. Die dritte Gelb-Rote Karte wegen Meckerns gegen Sevket Ilemin fiel nicht mehr ins Gewicht (90.+2).

Nach dem Abpfiff von Schiedsrichter Dieter Voltz, der mit der Partie alle Hände voll zu tun hatte, seine Aufgabe aber solide meisterte, durfte die SG Selters II mit einem lachenden und einem weinenden Auge auf diesen Dienstagabend zurückblicken: Zwar wurde der erste "Dreier" eingetütet, doch es wartet trotzdem noch ein Menge Arbeit auf die Mannschaft von Stefan Rieth und Stefan Kloft. Die Leistung über die gesamten 90 Minuten hatte doch einige Fragezeichen hinterlassen.

Am kommenden Sonntag ist der TuS Obertiefenbach zu Gast.

Selters: Muth, Kriesche, Freisinger, da Conceicao, Jeck, Roos, Can, Vormann, Annecke Petri, Gattinger, Schmidt (C. Rossel, N. Rossel, Fuchs) - Hadamar: Tillmann, Metz, Bajrami, Delibalta, Kanat, Syla, Fetter, Düzel, Tibo, Ilemin, Yagci (Agrisli, Sancak, Ayub Omer) - SR: Dieter Voltz - Tore: 0:1 Michel Metz (25.), 1:1 Luis da Conceicao (65.), 2:1 Felix Vormann (80.) - Rote Karte: Kai Tillmann (H./18., Notbremse) - Gelb-Rote Karten: Mehmet Yagci (H./79., Foulspiel), Sevket Ilemin (H./90.+2, Reklamieren), Irfan Düzel (H./nach Spielende, Reklamieren) - Zuschauer: 90.

VON MARIUS SCHÖNHERR

SG Selters – FC 1934 Bierstadt 4:1 (3:1).

Nach der heftigen 2:7-Abreibung in Okriftel ist am fünften Spieltag der Gruppenliga-Saison der FC Bierstadt zu Gast in Niederselters. Der Aufsteiger aus Selters möchte unbedingt den ersten Sieg einfahren, lässt sich dabei auch durch einen frühen Rückstand nicht beirren. Eine starke Mannschaftsleistung lässt am Ende nichts anbrennen und bringt beim klaren 4:1-Erfolg die ersten drei Punkte ein.

Die SG Selters startete erneut mit zwei Wechseln in der ersten Elf: Jan Hendrik Pabst begann für Luis da Conceicao im zentralen Mittelfeld während Philipp Freppon, mit dessen Startelfdebüt das Trainerteam um Patrick Jahn und Moritz Steul ein goldenes Händchen beweisen sollte, für den verletzten Tom Rieth auf der Außenbahn ran durfte. Spielertrainer Moritz Steul rückte dafür auf die Spielmacher-Position.
Bereits nach zwei Minuten die Ernüchterung aufseiten der Heimelf: In Folge eines feinen Passes in den Lauf von Bierstadt-Linksaußen Renato Pereira legte dieser den Ball am herauslaufenden Keeper Nicholas Schardt vorbei und schob ihn ins leere Tor – 0:1. Die Gastgeber mit einem abermals frühen Nackenschlag im Hinterkopf zeigte sich unbeeindruckt trotz des frühen Rückstands, und vollbrachte etwas, was der Mannschaft nach vier Niederlagen am Stück sicherlich nicht viele zugetraut hatten: Es waren nur fünf Minuten nötig, um den Spielstand zu drehen. Moritz Steul schickte Yannik Walli über rechts, der mit einer maßgenauen Flanke sein linkes Pendant Philipp Freppon bediente, welcher per Kopf den Ausgleich besorgte. Nur fünf Zeigerumdrehungen später war es wieder Freppon, der FCB-Keeper Colin Besier zu weit vor dem Tor stehen sah und das Spielgerät aus 30 Metern ins kurze Eck schoss – 2:1 (10.). In der Folgezeit kamen die „Wassermänner“ immer besser ins Spiel und ließen defensiv fast nichts zu. Nach einer Viertelstunde versuchte sich Jan Hendrik Pabst aus 20 Metern, die Kugel flog knapp über das Bierstädter Gehäuse. Als Moritz Steul mit einer Flanke von rechts einen Mitspieler suchte, jedoch mit tatkräftiger Unterstützung der Gäste nur die Hand eines Bierstadt-Akteurs fand, entschied Schiedsrichter Adil Challioui völlig zurecht auf Strafstoß. Wie schon in den beiden Spielen zuvor behielt SGS-Kapitän Samuel Stähler die Nerven vom Punkt und erhöhte auf 3:1 (26.). Kleine Randnotiz: Sein drittes Elfmetertor binnen acht Tagen, welches ihn in der internen Torschützenliste auf Rang eins befördert. Die Gäste erspielten sich in der Folgezeit zwar keine Großchancen, hatten aber die Möglichkeit, den Anschlusstreffer zu erzielen, doch zuerst scheiterte Renato Pereira per Fallrückzieherversuch (28.), anschließend verpasste Tobias Beck per Volley aus 20 Metern nur knapp das Tor (33.). In der Schlussphase von Halbzeit eins hatte Dominic Voss nach einer Steul-Hereingabe den vierten SG-Treffer auf dem Fuß, doch der Ball flog am rechten Pfosten vorbei (36.). Renato Pereira hätte fünf Zeigerumdrehungen später die vergebenen Möglichkeiten der Heimelf betrafen können, zielte jedoch aus der Drehung zu hoch.

Die SG Selters, hochzufrieden mit dem ersten Durchgang, machte zu Beginn der zweiten Halbezeit in Person von Nils Toffeleit sofort klar, wer an diesem Abend die drei Punkte gutgeschrieben bekommen sollte. Einen Freistoß aus halblinker Position legte sich der Innenverteidiger zurecht, packte den altbekannten linken „Hammer“ aus und versenkte die Kugel unter der Latte in den Maschen (50.) - der vorentscheidende Treffer war somit gefallen. Sebastian Bauschte versuchte es 60 Sekunden später noch einmal per Fernschuss, der knapp am Tor von Nicholas Schardt vorbeisegelte. In der Schlussphase hatte der vor diesem Spieltag auf dem vorletzten Tabellenplatz liegende Aufsteiger noch die Möglichkeit, sein aufgrund der beiden hohen Niederlagen gegen Höchst und in Okriftel schon stark ins Negative geratene Torverhältnis aufzubessern, doch zuerst scheiterte Jan Hendrik Pabst nach einer Ecke von Moritz Steul per Kopf knapp (55.), ehe FCB-Torwart Colin Besier gegen den von Dominic Voss in Szene gesetzten Spielertrainer rettete (70.). Bitter für die Gäste: Nach einem Frustfoul im Mittelfeld wurde Tobias Beck des Feldes verwiesen, Chancen auf den Ball hatte er bei seiner Grätsche gegen Luis da Conceicao sicherlich nicht (75.). Vier Minuten vor dem Ende der regulären Spielzeit versäumte es der eingewechselte Marvin Annecke Petri, sein Jokertor zu erzielen, als er freistehend vergab.

Nach Schlusspfiff des hervorragenden Schiedsrichters Adil Challioui, der trotz kleinlicher Linie in Kooperation mit seinen beiden Assistenten einen prima Job verrichtete, war der erste Sieg der SG Selters amtlich. Die SG, die vor allem spielerisch einen großen Fortschritt gemacht hat, kann auf dieser Leistung aufbauen. Bereits am Sonntag wartet mit der Fvgg. Kastel 06 eine Mannschaft, gegen die man kein bisschen nachlassen sollte, möchte man den zweiten Sieg in dieser Woche klarmachen.

Selters: Schardt, M. Stähler (46. Vollbracht), Müller, Toffeleit, S. Stähler, Freppon, Maurer, Steul, Pabst, Walli (68. da Conceicao), Voss (80. Annecke Petri) - Bierstadt: Besier, Koeritzer (52. Hofmann), Hoch, Pereira, Maus, Bauschke, Makiese, Beck, Carrera (81. Calak), Arndt (68. Mantel), Rivera - SR: Adil Challioui (Offenbach) - Tore: 0:1 Renato Pereira (2.), 1:1 (5.), 2:1 (10.) beide Philipp Freppon, 3:1 Samuel Stähler (26., Handelfmeter), 4:1 Nils Toffeleit (50.). - Rote Karte: Tobias Beck (B./75., Nachtreten) - Zuschauer: 130.

VON MARIUS SCHÖNHERR

FC Germania Okriftel - SG Selters 7:2 (4:1).

Zum vierten Spieltag der Gruppenliga-Saison ist der Aufsteiger aus Selters auf dem Kunstrasen in Okriftel zu Gast. Dem ambitionierten Aufstiegskandidaten gelingt es, früh im Spiel die Weichen auf Heimsieg zu stellen, sodass der FC Mitte der zweiten Hälfte das Tempo auf ein Minimum herunterschrauben kann. Der SGS hingegen gelingt es nicht, die wichtigen Zweikämpfe vor dem eigenen Strafraum zu gewinnen, hat aber nach vorne durchaus Chancen, das Spiel etwas offener zu gestalten. Am Ende ist das 7:2 der Hausherren dem Spielverlauf entsprechend.

Die erste überregionale Auswärtsfahrt der Spielzeit offenbarte der Mannschaft und den Offiziellen der SG Selters nicht nur eine schön gelegene Sportanlage direkt am Main, sondern aufgrund der schlechten Parkplatzsituation auch einen Fußmarsch durch die Okriftler Gassen. Dort angekommen schickten die Trainer Moritz Steul und Patrick Jahn eine auf drei Positionen geänderte Startelf ins Spiel: Maximilian Stähler ersetzte auf der Außenverteidigerposition Alexander Vollbracht und Dominic Voss sowie Mark Freihube starteten für den jungen Luis da Conceicaio und Jan Hendrik Pabst im zentralen Mittelfeld. Das Selterser Ziel, so lange wie möglich die Null zu halten, machte Germania Okriftel in Person von Ivan Rebic schnell zunichte. Der auf der rechten Seite gestartete Patrick Barnes hatte gegen zu weit aufgerückte Selterser leichtes Spiel, mit seiner Hereingabe Ivan Rebic zu bedienen, der die Führung markierte (7.). Die SGS, die offensichtlich Probleme mit den im Zentrum gut gespielten Okriftler Kombinationen hatte, war auch nach Standards unaufmerksam: Nach 14 Minuten landete eine schwache Ecke trotzdem auf einem Okriftler Kopf; der Torversuch von Zakaria Amjahid ging knapp vorbei. Auch 60 Sekunden später brachte sich die SGS wieder selbst in die Bredouille; diesmal kam Rebic aus 13 Metern zum Schuss, verzog jedoch knapp. In der darauffolgenden Situation war der Ball dann aber doch im Netz, als die SG-Defensive einen langen Ball nicht verteidigt bekam und Celal Yesil die Führung ausbaute. Nach 25 Minuten durfte dann auch der Gast einen offensiven Akzent setzen: Yannik Walli kam nach einem Konter auf der rechten Seite an den Ball, sein Schuss strich jedoch knapp am linken Pfosten vorbei. Kurze Zeit später waren wieder die Hausherren an der Reihe, die nach einem Ballverlust über links anrannten und Ivan Rebic bedienten, der ohne Mühe das 3:0 erzielte (27.). Nach zwei starken Paraden von Nicholas Schardt gegen Rebic (33.) und Barnes (34.) musste er sich dann doch wieder gegen Ivan Rebic geschlagen geben, der diesmal über die rechte Seite bedient wurde und einschoss (42.). Für den kleinen Selterser Lichtblick sorgte Samuel Stähler kurz vor dem Pausentee. Den nach einem Handspiel fälligen Strafstoß verwandelte der Kapitän sicher, sein zweites Elfmetertor in dieser Woche machte den 4:1-Halbzeitstand perfekt. In der Pause hatten die mitgereisten Fans aus dem Taunus die Möglichkeit, sich an der von der nebenanliegenden Strandbar herüberschallenden Live-Musik zu ergötzen – langweilig wurde es also nicht.

Den kleinen Gedanken an eine Aufholjagd löschte unmittelbar nach Wiederanpfiff Younes El Arkoubi aus den SG-Köpfen, als er aus 18 Metern zum Schuss kam und unhaltbar unten rechts traf. In der Folgezeit senkte der Gastgeber das Tempo herab und ließ den Ball laufen. Nach 73 gespielten Minuten bediente Samuel Stähler seinen Spielertrainer Moritz Steul, der aus guter halblinker Position knapp am linken Pfosten vorbeischoss. Vier Minuten später zielte er dann aber besser: Wieder passte Stähler auf Steul, der direkt den Schlenzer versuchte und diesen erfolgreich im langen Eck unterbrachte. Das schönste Tor des Spiels, auch wenn sich der Aufsteiger nichts davon kaufen kann, landete somit bei den Blau-Roten. In der Schlussphase sorgten Candas Kara (83.) und der eingewechselte Anas Amjahid (88.) für den 7:2-Endstand.

Als das gute Schiedsrichtergespann um Marco Bernert nach genau 90 Minuten abpfiff, war die Lehrstunde für die SG Selters beendet. Der nach vier Spielen mit null Punkten dastehende Aufsteiger hat jedoch trotz schwieriger 90 Minuten zwar erneut keine Punkte, aber niemals seine Größe auf dem Platz verloren und wird am Mittwoch im Heimspiel gegen den FC 1934 Bierstadt wieder alles dafür tun, etwas Zählbares mitzunehmen.

Okriftel: Dapprich, Odabas, Z. Amjahid (64. A. Amjahid), Barnes, El Arkoubi, Rebic (73. Becker), Hartings, Reuter, Yesil (65. Sefa), Kara - Selters: Schardt, M. Stähler, Müller, Toffeleit, S. Stähler, Maurer (67. Vollbracht), Steul, Walli, Rieth (23. da Conceicao), Freihube (46. Pabst), Voss - SR: Marco Bernert - Tore: 1:0 Ivan Rebic (7.), 2:0 Celal Yesil (18.), 3:0 (27.), 4:0 (40.) beide Ivan Rebic, 4:1 Samuel Stähler (42., Handelfmeter), 5:1 Younes el Arkoubi (48.), 5:2 Moritz Steul (77.), 6:2 Candas Kara (83.), 7:2 Anas Amjahid (88.) - Zuschauer: 100.

   

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